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Letzte Aktualisierung: 18.06.2024

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Sonderausstellung "Made in Hessen“ macht Station in Rüsselsheim

von Ilse Romahn

(06.11.2023) Bis 12. Mai 2024 richtet das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim seinen Blick auf ganz Hessen und erzählt, so der Untertitel der neuen Sonderausstellung, von dessen „globalen Industriegeschichten“. „Die Sonderausstellung ‚Made in Hessen‘ ist das Ergebnis einer Kooperation verschiedenster hessischer Museen und Institutionen.

Sie vermittelt einen Einblick in die hessische Industriegeschichte und zeigt diese anhand besonderer Ausstellungsstücke aus unterschiedlichen Sammlungen. Rüsselsheim hat durch die Firma Opel die hessische Industriegeschichte besonders geprägt und wir freuen uns diese Ausstellung nun hier einem breiten Publikum präsentieren zu können“, sagte Bürgermeister Dennis Grieser über die Sonderausstellung.

Die Ausstellung, die bis zum 12. Mai 2024 zu sehen sein wird, widmet sich weltbekannten, bahnbrechenden und manchmal auch unscheinbaren Erfindungen. Sie zeigt Industriegeschichte anhand von Produkten, Marken und Ideen, die aus Hessen ihren Weg in eine zunehmend globalisierte Welt fanden: Spionagekameras aus Wetzlar, weltberühmtes Mineralwasser und internationale Forschungsnetzwerke, die auch ohne Telefon und Internet funktionierten.

Doch es werden nicht nur Erfolgsgeschichten erzählt. Starke Konkurrenz und Preisdruck ließen manches erfolgreiche Produkt aus Hessen bald wieder unbedeutend werden. Kolonialistische Ausbeutung verhalf einigen Unternehmern zu Reichtum, während Ressourcenmangel und Abschottungspolitik in Folge der Weltkriege viele Betriebe vom internationalen Markt abschnitten. Dabei wird oft deutlich, wie sehr Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind: Denn wie kam es, dass BioNTech für den Corona-Impfstoff in Marburg optimale Produktionsbedingungen vorfand und was hat altes Frittenfett mit Elfenbein zu tun? „Made in Hessen“ präsentiert hierzu zahlreiche Objekte aus den verschiedensten Sammlungen des Landes, die in dieser Konstellation noch nie zu sehen waren.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim, dem Oberhessischen Museum Gießen, dem Hessischen Braunkohle Bergbaumuseum Borken, dem Haus der Stadtgeschichte Offenbach, dem Hessischen Wirtschaftsarchiv und dem Museumsverband Hessen sowie der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg. Nach der erstmaligen Eröffnung in Gießen im Frühjahr 2023 ist Rüsselsheim die zweite Station der an vier Standorte reisenden Wanderausstellung.

Die Ausstellung ist jeden Dienstag bis Freitag von neun bis 13, und von 14 bis 17 Uhr, am Samstag und Sonntag durchgehend von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Absprache möglich. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 3,50 Euro. Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren bezahlen zwei Euro. Eine Familienkarte für bis zu vier Personen kostet acht Euro. Jeden ersten Samstag im Monat ist der Eintritt frei.

Stadt- und Industriemusem Rüsselsheim