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Letzte Aktualisierung: 29.05.2024

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Solarberatungen für Bad Sodener Bürger

von Adolf Albus

(02.05.2024) Viele Bad Sodener Hausbesitzer denken über die Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach oder der Garage nach. Doch eignet sich die Dachfläche überhaupt und welches Potenzial hat sie? Im Rahmen einer Solarkampagne bietet der Verein Klimabewusstes Bad Soden in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Soden am Taunus jetzt fachkundige Unterstützung an.

Das Dach von Familie Krause in Altenhain ist für die Installation einer Solaranlage geeignet. Beim Vororttermin (v.l.n.r.): Bürgermeister Dr. Frank Blasch, die Solarberater Michael Beining und Gero Teufert, Hausbesitzer Andreas Krause und Detlef Schümann, Klimaschutzbeauftragter der Stadt.
Foto: Stadt Bad Soden
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Rund 30 Bürgersolarberaterinnen und -berater sind bereits ausgebildet und stehen in den Startlöchern. Wie funktioniert Photovoltaik? Wie kann man sie installieren und wie ist das Zusammenspiel zwischen meiner Heizung und Solarenergie? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben die Solarberater während der drei Module umfassenden Ausbildung erhalten. „Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Engagierte gefunden haben, die die Bad Sodener Bürgerinnen und Bürger als ehrenamtliche Solarberater beim Projekt `Photovoltaik auf dem eigenen Dach` unterstützen wollen“, so Bürgermeister Dr. Frank Blasch. „Interessierte Bürger können sich hier eine neutrale und kostenfreie Einschätzung der jeweiligen Möglichkeiten einholen.“

Erste Beratungen

Obwohl noch nicht beworben, hat sich das anstehende Angebot schon herumgesprochen und erste Anfragen sind bereits eingegangen“, berichtet Detlef Schümann, Klimaschutzbeauftragter der Stadt, der auf das große Potential bei den Privathaushalten hinweist. „Bislang sind nur knapp 10 Prozent des Potentials in Bad Soden am Taunus ausgeschöpft.“ Viel Luft nach oben also noch.

Konkrete Tipps vom Solarberater

Familie Krause aus Altenhain hat sich bereits beraten lassen. Bei einem Termin mit den Solarberatern Gero Teufert und Michael Beining vom Verein Klimabewusstes Bad Soden begutachteten Bürgermeister Dr. Blasch und Detlef Schümann die in Frage kommenden Dachflächen. Hausbesitzer Andreas Krause war begeistert und wird sich jetzt nach der ersten Einschätzung der Eignung seiner Dachflächen Angebote einholen.

Von der Sache begeistert

Gero Teufert ist einer der ausgebildeten ehrenamtlichen Solarberatern. Sechs Termine hat er seit Ostern schon durchgeführt und sein erklärtes Ziel ist es, „die Dächer voll zu machen mit Photovoltaik“. „Es gibt so viele Vorteile: Man ist unabhängiger von den Stromkosten, es gibt eine respektable Rendite und man tut etwas für die Umwelt“, sagt der Diplomingenieur der Elektrotechnik und Nachrichtentechnik, dem die Beratungen großen Spaß machen. „Und das Gute ist, wir wollen nichts verkaufen – wir beraten definitiv nur.“

Über die Webseite der Stadt unter www.bad-soden.de unter der Rubrik Klima-Kommune Hessen oder die Webseite des Vereins www.klimabewusstes-bad-soden.de können interessierte Bürger jetzt eine Anfrage für eine Beratung stellen. Koordiniert werden die Termine direkt über den Verein Klimabewusstes Bad Soden.

Keine Angst vor technischen Hürden

Während der ersten Beratung werden Verbrauch und Kapazitäten abgeschätzt und erste Berechnungen durchgeführt. Die Solarberater helfen auch beim Ausfüllen der nötigen Anträge. Sind die grundsätzlichen Fragen geklärt, können Hausbesitzer sich Angebote von Solarteuren einholen und diese mit ihrem Bürgersolarberater durchgehen. Niemand muss also Angst vor den technischen oder bürokratischen Hürden haben. Die Bürgersolarberater sprechen dabei keine Empfehlungen für spezielle Anbieter von Solaranlagen aus.

„Mit der Installation einer Solaranlage kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz in unserer Stadt leisten. Das Potenzial für Energieerzeugung aus Photovoltaik ist enorm – die Beratung kann helfen, bestehende Hürden zu überwinden und den Ausbau in Schwung zu bringen. Vielen Dank an die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Zeit für unsere Stadt einzusetzen“, erklärt der Bürgermeister.