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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Sofortkredite: Wie schnell ist das Geld wirklich auf dem Konto?

von Bernd Bauschmann

(17.11.2020) Wer einen Sofortkredit aufnehmen will, braucht das Geld in der Regel auf der Stelle. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn ein neues Auto gekauft werden muss, die Waschmaschine ausgefallen ist oder ein besonders gutes Angebot für eine Reise nur für kurze Zeit zur Verfügung steht.

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Nicht jeder Sofortkredit wird wirklich sofort ausgezahlt.
Foto: Pixabay / Tumisu
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Je geringer de Kredithöhe, desto schneller die Auszahlung.
Foto: Pixabay / PublicDomainPictures
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Unter den optimalen Bedingungen ist es möglich, dass das Geld für einen Sofortkredit innerhalb von 24 bis 48 Stunden ausgezahlt wird. Hierfür ist es jedoch erforderlich, dass die Unterlagen vollständig und korrekt sind und ein geeigneter Kreditgeber gewählt wurde.

Die Unterlagen müssen vollständig und korrekt sein
Um einen Sofortkredit aufnehmen zu können, müssen zahlreiche Unterlagen und Informationen bereitgestellt werden. So muss sich der Kreditgeber beispielsweise darüber sicher sein, dass es sich beim Kreditnehmer um die Person handelt, als die er sich ausgiebt. Außerdem werden personenbezogene Daten zum Wohnort und zum Arbeitsplatz benötigt. Es ist wichtig, sich vor der Kreditaufnahme genau darüber zu informieren, welche Unterlagen bereitstehen müssen, damit das Geld ausgezahlt werden kann. Hierdurch ist es möglich, für Vollständigkeit zu sorgen und Verzögerungen zu vermeiden.

Die benötigten Unterlagen müssen nicht nur vollständig, sondern auch korrekt sein. Das bedeutet, dass der Antrag auf eine Sofortkredit korrekt ausgefüllt sein muss. Wer hier Fehler macht, riskiert, dass Überarbeitungen notwendig werden, die die Auszahlung des Geldes verzögern. Deswegen ist es eine gute Idee, sich für den Kreditantrag genügend Zeit zu nehmen und diesen sorgfältig zu stellen. Außerdem sollten sämtliche Unterlagen dahingehend geprüft werden, dass sie korrekt sind. Das betrifft insbesondere die Schufa Unterlagen.

Es kommt auch auf den Kreditgeber an
Wer einen Sofortkredit aufnehmen möchte, hat hierfür eine Vielzahl an Anbietern zur Verfügung. Es ist wichtig, diese miteinander zu vergleichen und sicherzustellen, dass sie die besten Konditionen anbieten. Hierdurch ist es möglich, die Kreditkosten zu senken und für eine größtmögliche Flexibilität zu sorgen. Ein umfassender Anbietervergleich ist daher dringend angeraten.

Neben vielen weiteren Faktoren wie der Laufzeit, dem Effektivzins und der Monatsrate sollte auch das Zahlungsverhalten bei einem Sofortkredit in den Blick genommen werden. Einige Anbieter werben beispielsweise damit, dass sie das Geld innerhalb von 24 Stunden auszahlen. Üblich ist es jedoch, dass innerhalb von 48 Stunden das geliehene Geld auf dem Konto landet. Bei einigen Kreditgebern dauert die Auszahlung hingegen länger. Dies ist nur dann akzeptabel, wenn dafür andere Faktoren besonders gut sind. Abhängig davon, wie dringend die Kreditnehmer das Geld benötigen, können sie sich für oder gegen einen solchen Anbieter entscheiden.

Die passenden Konditionen wählen
Wie schnell das Geld ausgezahlt werden kann, hängt unter anderem von den Konditionen ab, für die sich die Kreditnehmer entscheiden. Wer nur kleinere Beträge wie 1.000 € benötigt, bekommt das Geld in der Regel schnell und unbürokratisch ausgezahlt. Das liegt daran, dass die Kreditgeber hier nur ein geringes Risiko eingehen und häufig sogar froh sind, das Geld nicht einlagern zu müssen. Aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB sind sie nämlich häufig dazu verpflichtet, Strafzinsen zu zahlen, wenn sie zu viel Geld bei der EZB parken.

Wer hingegen große Kreditsummen für eine Baufinanzierung oder den Schuldenabbau benötigt, muss mit einer umfassenderen Prüfung rechnen. Die Kreditgeber wollen sicherstellen, dass die Kreditnehmer zuverlässig sind und den Kreditverpflichtungen tatsächlich nachkommen können. Deswegen ist genau zu überlegen, wie viel Geld tatsächlich benötigt wird. Natürlich ist es schön, ein Polster zu haben, auf das man im Notfall zurückgreifen kann. Wenn sich hierdurch die Auszahlung des Geldes jedoch verzögern sollte, ist das für die Betroffenen schlecht. In einem solchen Fall kann es nötig sein, lieber einen etwas niedrigeren Kredit aufzunehmen, der sich leichter realisieren lässt.

Die nötige Bonität muss gegeben sein
Kreditgeber vergeben ihre Kredite nur an Kreditnehmer, die eine einwandfreie Bonität aufweisen. Diese wird in der Regel über eine Schufa-Auskunft bestätigt. Es ist daher wichtig, dass alle nötigen Informationen zu den Einkommen der Kreditnehmer und zu eventuell bereits bestehenden Verträgen und Schulden übermittelt werden. Je genauer das Bild ist, das sich der Kreditgeber von einem Kreditnehmer machen kann, desto schneller erfolgt auch die Auszahlung des Geldes.

In einigen Fällen kommt es vor, dass bei der Schufa falsche Daten hinterlegt sind. Das verzögert eine Auszahlung eines Sofortkredits deutlich. Deswegen sollten alle die Möglichkeit nutzen, sich einmal jährlich kostenlose Informationen zu ihren Schufa-Einträgen zu besorgen. Hierdurch sehen sie, ob die darin enthaltenen Informationen korrekt sind. Sollte dies nicht der Fall sein, können sie korrigiert werden, noch bevor ein Kreditantrag gestellt werden muss. Das sorgt dafür, dass es zu keinen Verzögerungen beim Kreditantrag kommt und das Geld schnellstmöglich ausgezahlt werden kann.

Mit Video-Ident-Verfahren legitimieren
Kreditnehmer müssen sich legitimieren, bevor eine Kreditsumme ausgezahlt werden kann. Nur so können die Kreditgeber sicherstellen, dass sie genau wissen, mit wem sie es zu tun haben. Früher war es relativ aufwendig, die eigene Identität nachweisen zu können. Mittlerweile gibt es das Video-Ident-Verfahren, mit dem das Legitimationsverfahren deutlich beschleunigt wird.

Das Gute an diesem Identifikationsverfahren besteht darin, dass es bequem ist. Nutzer können sich ganz leicht von zu Hause aus legitimieren, ohne hierfür eine offizielle Stelle besuchen zu müssen. Das funktioniert mittels eines Videoanrufs. Hier halten die Nutzer ein offizielles Dokument in die Kamera und es findet ein professioneller Abgleich des Dokuments mit dem Gesicht statt. Um das Video-Ident-Verfahren nutzen zu können, werden also lediglich ein Laptop, ein Smartphone oder ein Tablet benötigt und die Internetverbindung muss ausreichend stabil sein. Zudem muss ein gültiger Lichtbildausweis vorliegen, der für die Identifikation genutzt wird.

Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
Unterschriften haben auch in Zeiten der Digitalisierung noch nicht ausgedient. Sie werden in der digitalen Welt ebenfalls benötigt, um gültige Verträge abzuschließen und beispielsweise einen Kreditvertrag zu unterschreiben. Natürlich ist es aber nicht möglich, die klassische Unterschrift, wie sie auf ein Papierdokument gesetzt wird, im Internet zu verwenden. Deswegen werden Techniken wie eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) genutzt, die einer Unterschrift in der realen Welt entsprechen.

Im Unterschied zu anderen Verfahren muss keine händische Unterschrift digitalisiert werden. Dies erfolgt sonst mittels eines Scans, über den eine Unterschrift unter einen Vertrag oder ein Dokument gesetzt werden kann. Auch eine Unterschrift mit einem Stift ist in einem solchen Fall nicht nötig. Stattdessen genügt ein Mausklick und schon wird die QIS an die vorgesehene Stelle platziert. Hierdurch sparen Kreditnehmer eine Menge Zeit und es dauert deutlich kürzer, bis der Sofortkredit auf dem Konto landet.