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So wird ein Parkettboden uralt!

Unter den hochwertigen Fußbodenbelägen ist das Parkett König! Es besticht durch sein faszinierendes Design und strahlt eine wohlige Wärme und Gemütlichkeit aus. Obendrein verfangen sich weder Hausstaub noch Pollen oder Tierhaare, sodass sich Parkett vorzüglich für Allergiker eignet.
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Mit der richtigen Pflege nimmt ein Parkett auch bei Stöckelschuhen keinen Schaden.
Foto: Pexels / Alena Darmel

Ein Boden aus Naturholz ist sehr strapazierfähig, sofern bei der Reinigung und Pflege einige wichtige Aspekte beachtet werden.

Mit Parkettboden ist eine grundsätzliche Kontroverse verbunden, welche die Veredelung der Oberfläche betrifft. Es stehen sich die Anhänger von atmungsaktiven Oberflächenölen auf der einen und Fans von permanenten Versiegelungslacken auf der anderen Seite gegenüber. Wer daran denkt, sich ein Parkett zu kaufen, sollte sich mit dieser grundsätzlichen Frage befassen, denn sowohl die Reinigung als auch die Pflege sind danach auszurichten.

Versiegelter oder geölter Parkettboden?
Parkett ist einer der strapazierfähigsten Bodenbeläge überhaupt. Der neutrale Beobachter erkennt diesen Umstand daran, dass viele öffentlich zugängliche und stark frequentierte Gebäude wie beispielsweise die Alte Oper in Frankfurt mit einem Belag aus massivem Hartholz versehen sind.

Damit ein Parkettboden lange erhalten bleibt, muss sich nach dem Verlegen und Abschleifen entschieden werden, welcher Oberflächenschutz aufgetragen wird. Es wird zwischen versiegeltem und eingeöltem Parkettboden unterschieden. Beide haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

Oberflächenschutz mit Versiegelung
Bei der Versiegelung wird ein spezieller Lack auf die Parkettoberfläche aufgetragen. Es entsteht ein robuster Schutzfilm, der fest eintrocknet und dem Parkett seinen Glanz verleiht. Mit der richtigen Pflege hält ein solcher Boden viele Jahre und spendet Freude.

Problematisch wird die Angelegenheit, wenn das Parkett an einer Stelle Schaden nimmt. Dieser kann durch Unachtsamkeit entstehen, wenn ein schwerer und scharfkantiger Gegenstand hässliche Kratzer oder Risse verursacht. Dann dringt Feuchtigkeit ein und das Holz quillt auf.

In diesem Falle gibt es nur eine Möglichkeit, den alten Glanz wiederherzustellen. Die Renovierung eines versiegelten Parketts gelingt nur, wenn der gesamte Boden komplett abgeschliffen und ein neuer Oberflächenschutz aufgetragen wird.

Reinigung und Pflege versiegelter Parkettböden
Bei der Reinigung und Pflege zeigt der versiegelte Parkettboden seine Stärken. Er ist nämlich sehr pflegeleicht. Mit der Erstreinigung sollte etwa 2 Wochen gewartet werden, bis der Lack gut durchgetrocknet ist. Danach wird der Boden mit einem nebelfeuchten Mob durchgewischt, um Staub und vorhandene Trittspuren vorsichtig zu entfernen. Jetzt wird ein spezielles Pflegemittel hauchdünn aufgetragen. Nach rund 30 Minuten ist dieses eingezogen und es empfiehlt sich, diesen Vorgang zu wiederholen.

Bei der Unterhaltsreinigung wird das Pflegemittel vorsichtig dosiert ins Wischwasser gegeben, wodurch sich der Arbeitsaufwand spürbar reduzieren lässt. Vor jedem Reinigungsgang, der je nach Verschmutzungsgrad ein- bis zweimal im Monat vorgenommen werden sollte, ist der Boden mit einem Staubsauger von Staub und Verschmutzungsresten zu befreien, um zu vermeiden, dass er nicht verkratzt.

Alle sechs bis zwölf Monate sollte eine Grundreinigung vorgenommen werden. Dabei wird ein Pflegemittel für Parkettböden aufgetragen. Dieses muss etwa 5 Minuten einwirken. Danach wird mit einem Wischmopp, der mit klarem Wasser getränkt ist, durchgewischt..

Parkett mit Naturöl imprägnieren
Hierbei wird der saubere Parkettboden nach dem Abschliff mit einem natürlichen Holzbodenöl behandelt. In den ersten paar Monaten ist dieser Vorgang turnusmäßig zu wiederholen, sodass ein Oberflächenschutz mit Öl sich etwas aufwendiger gestaltet. Das Öl dringt ins Holz ein, nach mehrmaliger Behandlung ist das Parkett gesättigt und sehr gut gegen Umwelteinflüsse geschützt.

Doch der Mehraufwand lohnt sich. Zum einen bleibt der Parkettboden atmungsaktiv und das Raumklima verbessert sich entscheidend. Zum anderen lässt sich die natürliche Haptik und Optik erhalten. Vor allem aber können kleinere Beschädigungen und Kratzer lokal ausgebessert werden, ohne dass der gesamte Boden komplett abgeschliffen werden muss.

Reinigung und Pflege bei einem Oberflächenschutz mit Naturöl
Ein frisch geölter Boden muss etwa einen Tag durchtrocknen, bevor er begehbar ist. Wer möchte, kann anschließend ein Spezialwachs auftragen, wodurch allerdings die Atmungsaktivität beeinträchtigt wird.

Zur Unterhaltsreinigung empfiehlt sich die Verwendung einer speziellen Holzbodenseife, die dem Wischwasser beigemischt wird. Diese enthält natürliche Öle, die die Imprägnierung und Pflege der Oberfläche unterstützen. Wie beim versiegelten Parkett sind vor der Reinigung Staub und Schmutzpartikel zu entfernen.