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Skyliners zähmten die Wölfe

Frankfurter Basketballer besiegen Rostock mit 97:74

Nach dem Trainingslager auf Mallorca konnten die Skyliners am 26. Spieltag der easyCredit BBL in der Süwag Energie Arena einen überzeugenden Heimsieg gegen die Rostock Seawolves einfahren (97:74). In einer ab dem zweiten Viertel einseitigen Partie, in der die Frankfurter Basketballer zwischenzeitlich mit bis zu 30 Punkten führten, überzeugte vor allem Ryan Hawkins mit 22 Punkten und einer persönlichen BBL-Bestleistung. Neuzugang Tyger Campbell feierte zudem sein Debüt als Starting Point Guard.

Klaus Perwas, Headcoach der Skyliners, sagte dazu: „Wir haben heute viel investiert und die Jungs haben sich dafür auch belohnt. Es war von der ersten Minute an ein sehr intensives Spiel, in dem wir auch offensiv gut geworfen haben. Entscheidend war aber vor allem unsere Verteidigung und die Bereitschaft, füreinander zu spielen. Unsere Aktionen haben genau das gezeigt, was wir uns für dieses Spiel vorgenommen hatten. Nach den letzten Partien war das die richtige Antwort – und das war natürlich wichtig. Es ist gut, dass wir heute einen solchen Gegner zu Hause so kontrollieren konnten. Aber wie gesagt: short memory.“

Die Skyliners gingen mit zwei Veränderungen in der Starting Five in die Partie: Neuzugang Tyger Campbell startete direkt auf der Point-Guard-Position, während Jacob Holt nach seinem starken Auftritt in Ludwigsburg erstmals von Beginn an auflief. Der Center eröffnete die Partie auch direkt mit einem Dreier. Beide Teams suchten ihr Glück zunächst vor allem aus der Distanz. Zwei schön herausgespielte Korbleger von Will Christmas und Nahiem Alleyne sowie ein weiterer Dreier von Isaiah Swope sorgten dafür, dass die Frankfurter nach fünf Minuten auf Augenhöhe blieben (10:11). Im ersten Viertel präsentierten sich beide Mannschaften äußerst treffsicher: Während Rostock zwischenzeitlich bei 5/7 von außen stand, trafen die Skyliners sogar ihre ersten vier Dreier.

Jacob Knauf versenkte anschließend zwei weitere Distanzwürfe und brachte die Hessen erstmals mit fünf Punkten in Führung (24:19). Den Schlusspunkt setzte Ryan Hawkins, der mit 0,7 Sekunden auf der Uhr einen schwierigen Wurf aus der Ecke traf und die Halle zum Beben brachte. Die Skyliners gingen mit einer 27:19-Führung in das zweite Viertel. - Viertelergebnis: 27:19

20-Punkte-Führung zur Halbzeit

Der zweite Abschnitt begann zunächst etwas zäh, ehe Till Pape mit einem Hookshot die ersten Punkte erzielte. Im Zusammenspiel mit Jacob Holt funktionierte das Spiel unter den Körben nun immer besser, wodurch die Frankfurter die Kontrolle übernahmen. Dank starker Team-Defense und einem weiteren Dreier von Swope bauten die Skyliners die Führung nach fünf Minuten auf 13 Punkte aus und zwangen Rostock zur Auszeit. Auch danach fanden die Gäste kaum in ihren Rhythmus. Die Hausherren punkteten zudem verlässlich von der Freiwurflinie. Ryan Hawkins, der bis dahin ohne Fehlwurf blieb (5/5 FG), erhöhte mit seinem nächsten Dreier erstmals auf 20 Punkte Differenz (47:27). Auch Tyger Campbell trug sich mit seinem ersten Dreier im Skyliners-Trikot in die Statistik ein. Zur Halbzeit stand eine deutliche 51:31-Führung. - Viertelergebnis: 24:12

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Skyliners das tonangebende Team. Nahiem Alleyne eröffnete den Durchgang nach einem starken Cut und Zuspiel von Till Pape. Der Kapitän selbst setzte im Anschluss mit einem And-One-Hookshot ein weiteres Highlight. In dieser Phase übernahm Pape offensiv Verantwortung und erzielte zehn Punkte in Serie, darunter zwei Dreier. So bauten die Frankfurter ihre Führung nach knapp vier Minuten auf 65:42 aus. Rostock zeigte zwar weiterhin Einsatz, kam vor allem über Bent Leuchten zu Punkten, konnte den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen. Dank einer konstant starken Trefferquote, guter Reboundarbeit und eines Scoring-Runs von Isaiah Swope ging das Team von Klaus Perwas mit einer komfortablen 80:57-Führung in das Schlussviertel. - Viertelergebnis: 29:26

Auch im letzten Viertel ließen die Skyliners nichts mehr anbrennen. Ein Block von Jacob Holt sorgte früh für ein weiteres Highlight und zusätzliche Energie in der Halle. Rostock versuchte nun vermehrt über Distanzwürfe zurück ins Spiel zu finden, doch lediglich TJ Crockett Jr. zeigte sich dabei treffsicher. Auf Frankfurter Seite blieb Isaiah Swope weiterhin offensiv aktiv und erhöhte nach wenigen Minuten auf 88:60. Defensiv kontrollierten die Hessen insbesondere das Rebound-Duell klar und ließen kaum zweite Chancen zu. Ein spätes Aufbäumen der Gäste blieb ohne Wirkung. Ryan Hawkins setzte mit seinen Dreiern Nummer fünf und sechs den Schlusspunkt und stellte mit 22 Punkten seine persönliche Bestleistung in der BBL auf. Am Ende stand ein souveräner und verdienter 97:74-Heimsieg. - Viertelergebnis: 17:17, Zuschauer: 4.255.