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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Skyliners siegen im Hessenderby

Basketball: Frankfurr ringt Gießen mit 81:65 nieder

von Norbert Dörholt

(06.01.2020) Im ersten Heimspiel im neuen Jahr kam es zu einem intensiven Hessenderby. Die erste Halbzeit ging an die Bundesliga-Basketballer Fraport Skyliners, die von einer ausverkauften Fraport Arena angefeuert wurden und durch intensive Defense immer wieder zu einfachen Fast Break Punkten kamen. Anders als in den letzten Spielen ließen sich die Frankfurter nach der Halbzeitpause den Heimsieg auch nicht mehr nehmen und gewannen mit 81:65 (26:16 – 13:15 – 23:18 – 19:16).

Foto: Fraport Skyliners
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 Topscorer der Frankfurter wurde Momo Jones mit 16 Punkten. Tez Robertson liefert mit 15 Punkten, 8 Rebounds und 7 Assists ebenfalls eine starke Partie ab. Darüber freute sich natürlich CheftrainerSebastian Gleim, der nach dem Spiel sagte: „Für uns war heute entscheidend, dass wir die Emotionen rausnahmen, dafür aber mit Energie spielten. Emotionen waren in den letzten Spielen zu sehr das Thema. Durch unsere Energie konnten wir heute bei den Rebounds, Assists oder auch Steals überzeugen und unsere Transition Offense viel besser nutzen. Das war das Ziel heute. Quantez Robertson ist ein Vorbild in Sachen Energie. Er spielt 80 Minuten in drei Tagen! Da können sich sehr viele was von abschauen. Wir haben dem Team sehr deutlich gemacht, wie gut wir sein können, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir sind nicht das talentierteste oder tiefste Team der Fraport-Skyliners-Geschichte, aber wir haben gezeigt, dass wir guten Basketball spielen können. Es heißt einfach weiter arbeiten, arbeiten, arbeiten.“

Ingo Freyer (Headcoach JobStairs GIESSEN 46ers): „Im ersten und zweiten Viertel machen wir jeweils nur drei Fouls. Da müssen wir einfach mit mehr Energie rauskommen. Im dritten Viertel machen wir das erste Foul sogar erst in der siebten Minute. Derby ist das Stichwort, da kommt es auch auf Energie an und dass man mit Aggressivität spielt. Aber im vierten Viertel sind wir auf einmal voll da. Wir können da im Training drüber sprechen und fordern, aber auf dem Feld muss man es zeigen. Da geht es dann gar nicht um den Gegner, was er kann und welche Stärken er hat. Da geht es um Körpersprache, um das Verhalten im Eins-gegen-Eins, Fünf-gegen-Fünf und um das gesamte Team. Das konnten wir heute nicht zeigen und daher hat Frankfurt verdient gewonnen.“

Richard Freudenberg (Forward der Frankfurter) sah die Sache so: „Ich glaube, wir haben das Spiel von Anfang bis Ende dominiert. Wir hatten eine kleine Schwächephase, aber die Fans haben uns in diesem Moment getragen! Wir sind unglaublich froh darüber, gewonnen zu haben. Derbysieger! (grinst über beide Backen) Das heute tut uns als Mannschaft gut, dieser Sieg gehört den Fans!"

Spielverlauf

Dachte man vor Tip-Off noch, die Fans könnten nicht lauter werden, wird eine volle Fraport Arena nach den ersten Minuten eines Besseren belehrt! Ein treffsicheres Wurfhändchen und starke Defense , die erst nach fünf Minuten den ersten Gießener Feldkorb erlaubt, bringen die Frankfurter Fans zum Kochen und den Gießener Coach zur ersten Auszeit – 14:4 (5. Spielminute). Obwohl die Fraport Skyliners eigentlich die schwereren Beine haben müssten, ist die Intensität sogar abseits des Spielfelds spürbar – die Jungs von Headcoach Sebastian Gleim kämpfen um jeden Ball und können im ersten Viertel bereits vier Steals verzeichnen!

Gießen kommt aggressiver aus der Viertelpause und schafft es, offensiv vermehrt abzuschließen. Vor allem Stephen Brown überwindet die Frankfurter Defense mit einem heißen Wurfhändchen immer wieder. Doch auch wenn die Gäste sich mehr und mehr wehren, überzeugen die Hausherren - unter lauter Anfeuerung der ausverkauften Fraport Arena. Ganz nach dem Motto „Defense leads to Offense“ klauen sich die Frankfurter immer wieder Bälle und verwandeln im Gegenzug per Fast Break die einfachen Punkte – 37:24 (17.). Doch weil im Hessenderby niemandem etwas geschenkt wird, kann Gießen den Rückstand wieder verkürzen und die Teams trennen sich zur Halbzeit mit 39:31.

Die Fraport Skyliners kommen motiviert bis in die Haarspitzen aus der Kabine und sind auf dem Spielfeld überall zu finden. Mit einem 10:2 Lauf zwingen sie Gießen zur sehr frühen Auszeit. Und auch in den folgenden Minuten werden die mitgereisten Fans aus Gießen immer leiser und die Mienen immer dunkler. Ganz zur Freude der Frankfurter, die weiterhin konzentriert ihre Leistung auf das Parkett bringen – 60:44 (29.).

Das letzte Viertel beginnt jedoch alles andere als konzentriert, denn dank eines 9:0 Laufs kann Gießen den Rückstand auf 62:58 verkürzen. Aber die Frankfurter haben die passende Antwort parat und starten ihrerseits einen Lauf, um die Führung wieder auszubauen. Vor allem von der Dreierlinie fallen die wichtigen Würfe unter lautem Jubel der Fans! Und dann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem der Jubel keine Grenzen mehr kennt. Die Frankfurter erkämpfen sich einen sehr wichtigen und ganz starken Derbysieg  mit 81:65.

Dieser Sieg war ein hart umkämpfter Teamerfolg! Denn jeder, der von Sebastian Gleim auf das Spielfeld geschickt wurde, hat seine Leistung abgerufen und konnte sich im Boxscore eintragen. Vier Spieler punkten zweistellig (Shaq 10, Richard 13, Tez 15, Lamont 16).

Die nächsten Spieltermine

 HEIMSPIEL: Samstag, 18. Januar, um 18 Uhr vs. Oldenburg

Sonntag, 26. Januar, um 15 Uhr vs. Vechta

Samstag, 2. Februar, um 15 Uhr vs. Bamberg

Tickets für alle Heimspiele gibt es unter www.fraport-skyliners.de/tickets oder unter 069-92887619.