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Letzte Aktualisierung: 28.02.2020

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Skyliners am Sonntag in Bamberg gefordert

Frankfurts Basketballer weiterhin mit drei Ausfällen

von Norbert Dörholt

(31.01.2020) Für die Frankfurter Bundesliga-Basketballer Fraport Skyliners geht es am kommenden Wochenende zu Brose Bamberg. Das Auswärtsspiel beginnt am Sonntag, 2. Februar, um 15 Uhr – live übertragen bei MagentaSport und auch bei SPORT1 zu verfolgen. Voraussichtlich fehlen werden weiterhin Lamont Jones, Leon Kratzer und Richard Freudenberg, dessen Ausfall sich langfristiger gestalten wird.

Foto: Fraport Skyliner
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Sebastian Gleim, der Cheftrainer der Fraport Skyliners, sagte zum bevorstehenden Match: „Bamberg ist eine sehr physische Mannschaft, die zuletzt sehr knapp Spiele verloren hat. Sie werden alles daran setzen, ihr Heimspiel zu gewinnen. Wir müssen von Anfang an dagegenhalten. Unsere Leistung in Vechta war sehr gut, auch in unserer Analyse im Anschluss. Wir müssen daran anknüpfen und mutig aufspielen. Allerdings fällt eventuell Lamont Jones weiterhin aus. Bei Leon ist es ziemlich sicher, dass auch er noch pausieren muss. Und leider fällt Richard längerfristig aus. Auf seine Entwicklung in dieser Saison sind wir stolz, denn er hat einen großen Sprung gemacht. Für mich ist er ganz klar der Spieler seines Jahrgangs, der in spielentscheidenden Momenten am meisten Verantwortung trägt. Wir hoffen natürlich, dass er bald wieder zurück ist.“

Über Brose Bamberg

Was ist das los in ´Freak City`? Sucht man Bamberg in der Tabelle, geht das Auge unerwartet weit runter. Aktuell steht das Team des ehemaligen Serienmeisters auf Platz neun der easyCredit BBL. Dieses Auge reibt man sich verwundert, schaut man auf die Heimstatistik: Da steht derzeit eine Bilanz von 3-5 zu Buche.

Auch europäisch und im Pokal ist die Mannschaft von Roel Moors hinter den Erwartungen geblieben. Im Pokal war zwar erst im Halbfinale Schluss, europäisch verpasste das Team aber mit der knappen 78:75 Niederlage gegen die Griechen aus Peristeri am vergangenen Dienstag die letzte Chance auf das Achtelfinale in der Basketball Champions League.

Leichtes Spiel für die Fraport Skyliners also? Mitnichten! Denn das Hinspiel in der Fraport Arena dominierten die Franken nach ausgeglichenem erstem Viertel durch ihre Physis und Treffsicherheit und siegten am Ende verdient mit 72:87.

Ein weiterer Blick auf den Bamberger Kader zeigt eine kuriose Gemeinsamkeit: Beide Teams sind die einzigen in der gesamten Liga, die lediglich zwei Spieler vorweisen, die durchschnittlich eine zweistellige Punkteausbeute aufweisen. Teambasketball wird also großgeschrieben. Bei Bamberg sind es Centerspieler Assem Marei (12.7 Pkt, 6.5 Reb) und Power Forward Christian Sengfelder (10.9 Pkt, 4.4 Reb). Auf Frankfurter Seite sind es der aktuell verletzte Lamont Jones (17.9 Pkt, 5.1 Ass) und Multitalent Quantez Robertson (11.1 Pkt, 5.1 Reb, 4.3 Ass, 1.9 Stl).

Große Freude im Bamberger Kader bereitet derweil die Entwicklung der deutschen Spieler. Neben dem bereits erwähnten Christian Sengfelder und Veteran Elias Harris (8.3 Pkt, 3.3 Reb) sticht vor allen Dingen der 21-jährige Louis Olinde (7.6 Pkt, 5.9 Reb) hervor. Aber auch der 20-jährige Nelson Weidemann zeigt mit 5.0 Punkten und starker Dreierquote (50%) eine tolle Entwicklung.

Über die Fraport Skyliners

Leicht sorgenvoll geht der Blick erst mal in Richtung Krankenstand. Zwar macht Lamont Jones gute Fortschritte und trainiert eifrig individuell – zuletzt mit 24 getroffenen Dreiern am Stück in einer Wurfübung. Doch sein Einsatz am Sonntag ist aufgrund seines Muskelbündelrisses fraglich. Ebenso offen ist, ob Leon Kratzer (9.7 Pkt, 7.5 Reb) gegen seinen ehemaligen Club aufläuft. Pechvogel aus dem Verletzten-Trio ist allerdings Richard Freudenberg (8.9 Pkt, 3.3 Reb), der neben einer Schleimbeutelentzündung auch an einem Ödem im Fußgelenk und einem Teilriss an der Achillesferse laboriert. Mindestens sechs Wochen Pause stehen für den 21-Jährigen zunächst an.

Mit drei verletzten Startern dürften also reichlich Minuten vorhanden sein, welche Chancen für andere Spieler eröffnen. Zuletzt in stark aufsteigender Form spielte Rookie Matt McQuaid auf. Im Schnitt kommt der Wurfspezialist auf 5.4 Punkte, doch in den letzten beiden Spielen erzielte er 13 und 14. Seinen bisherigen Karrierebestwert von 19 Punkten erzielte er passenderweise gegen Bamberg.

Auch Shaquille Hines (6.9 Pkt, 4.6 Reb) findet allmählich besser in seinen Rhythmus. Seine maue Dreierquote beim letzten Spiel gegen Vechta (1/8) sollte er allerdings gerne schnell vergessen machen. Stets solide präsentieren sich hingegen Joe Rahon (8.7 Pkt, 5.7 Ass), der durch die vielen Ausfälle aber nun auch mehr im Bereich Scoring gefordert sein wird, und Akeem Vargas (8.6 Pkt, 3.4 Reb), für den dies ebenso gilt. Und wenn Neuzugang Darius Carter (5.5 Pkt, 2.5 Reb) an altes Leistungsvermögen und seine Karrierebestleistung von 24 Punkten, natürlich gegen Bamberg, anknüpft, dürften die Siegeschancen am Sonntag nicht kleiner werden.

Duell im Fokus

Wie gerne wäre an dieser Stelle über Richard Freudenberg gegen Louis Olinde geschrieben worden! Doch durch den Ausfall des Frankfurters wird dieses Schmankerl für Basketball-Freunde leider nicht stattfinden. Spannung verspricht dafür das Aufeinandertreffen der beiden etatmäßigen Aufbauspieler. Frankfurts Joe Rahon und Bambergs Paris Lee ziehen gekonnt die Strippen ihrer beiden Mannschaften mit guter Ausbeute in der Assists-Kategorie: Der Frankfurter verteilt 5.7, der Bamberger 6.6. Auf Punktejagd gehen beide selber allerdings auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Denn während Lee bevorzugt von der Dreierlinie abdrückt (4.6 Versuche pro Partie; Rahon 1.3), zieht es Rahon lieber in Richtung Korbnähe oder Halbdistanz (4.9 zu 3.9 Versuche). Ähnlich alt, ähnlich groß, ähnlich viel Spielzeit, ähnliche Statistiken – sollte einer der beiden den besseren Tag erwischen, dürfte er maßgeblich zum Erfolg seines Teams beigetragen haben!

Die nächsten Spieltermine

Sonntag, 2. Februar, um 15 Uhr vs. Brose Bamberg

HEIMSPIEL: Sonntag, 9. Februar, um 15 Uhr vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Dienstag, 11. Februar, um 20:30 Uhr vs. EWE Baskets Oldenburg

Tickets für alle Heimspiele gibt es unter www.fraport-skyliners.de/tickets oder unter 069-92887619.