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Letzte Aktualisierung: 18.06.2021

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Siedlungen des Neuen Frankfurts sollen aufgewertet werden

von Ilse Romahn

(09.06.2021) Die Aufwertung der Siedlungen des Neuen Frankfurts sind ein Kernprojekt des Planungsdezernats. Frankfurt wurde hierfür auch in das Bundesförderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen.

Planungsdezernent Mike Josef hat nun die Magistratsvorlage mit den Richtlinien zur Förderung der Instandsetzung und Modernisierung des Gebäudebestands sowie der Aufwertung der Grün- und Freiflächen in den Siedlungen Römerstadt, Riederwald-Ost und Heimatsiedlung unterzeichnet und in den Geschäftsgang gegeben. Für Zuschüsse stehen 7,5 Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung, 5 Millionen Euro davon aus dem Bundesförderprogramm. Die Fördergrundsätze regeln die Vergabe der Finanzmittel an die Eigentümer ABG Frankfurt Holding und Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft.

„Mit den Zuschüssen für Instandsetzung und Modernisierung des Siedlungsbestands sowie zur Qualifizierung von Raumstrukturen und Siedlungsfreiräumen wollen wir das baukulturelle und wohnungsbauliche Erbe des Neuen Frankfurts erneuern und weiterentwickeln“, sagt Josef. „Durch die finanziellen Anreize wollen wir den Erhalt wertvoller denkmalgeschützter Bausubstanz, die Wiederbelebung historischer Raumstrukturen und -qualitäten sowie die Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes unterstützen und zugleich die Wohnnutzung und den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum stärken.“

Die Siedlungen des Neuen Frankfurts tragen stark zur Identität der Stadt bei und bergen das Potenzial weit darüber hinaus zu wirken. Sie sind bedeutende bauhistorische Zeugnisse der Moderne.

Vor dem Hintergrund des Bauhaus-Jubiläums im Jahr 2019 und dem im Jahr 2025 bevorstehenden 100-jährigen Jubiläum des Amtsantritts von Stadtbaurat Ernst May rücken die Siedlungen wieder stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Die bisherigen Entwicklungen der Siedlungen haben gezeigt, dass das Engagement der Eigentümer zur Wahrung des baukulturellen Erbes auch aufgrund der nationalen Bedeutung zusätzliche Unterstützung finden muss.

Zur Vorbereitung von Vorhaben im öffentlichen Raum werden Beteiligungsformate zur Mitwirkung der Anwohner und Akteure vor Ort den Planungsprozess begleiten. Ferner soll mit einem umfassenden Begleitprogramm in Zusammenarbeit mit den Frankfurter Museen die Öffentlichkeit und allen voran die Bewohnerschaft informiert und für die Werte des (bau-)kulturellen Erbes sensibilisiert werden. (ffm)