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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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Sie machen es sich nicht leicht

Lieblingstitel der JungenMedienJury erzählen von Verfolgung, Beziehungskisten und Monstern

von Ilse Romahn

(09.11.2021) Die 18. JungeMedienJury (JMJ) der Stadtbücherei Frankfurt geht mit vier Siegertiteln und vielen Empfehlungen zu Ende. Dabei haben es sich die Jugendlichen nicht leichtgemacht und sich in den vier Kategorien Jugendroman, Comics & Mangas, Serien und Games auch mit schweren Themen wie Menschenrechte, sexuelle Identität oder Rechtspopulismus beschäftigt. Aus rund 60 Titeln haben die Jurys jetzt ihre Lieblinge ausgewählt.

Das sind die Siegertitel der JMJ 2021
Jugendbuch: „Kampala – Hamburg – Roman einer Flucht“ von Lutz van Dijk, Querverlag 2020.
Es ist eine bewegende Geschichte zum Thema sexuelle Minderheiten und Gleichberechtigung und wie Jugendliche um ihr Recht auf Anerkennung kämpfen – in Uganda und in Deutschland.

Das sagen die Jugendlichen: „Durch eine packende Handlung, sympathische Charaktere und eine wichtige Thematik wird Kampala-Hamburg zu einem unvergesslichen Jugendroman.“
 
Comic und Manga: „Fangs – Voll verbissen“ von Sarah Andersen, Splitter 2020
Die Comic-Zeichnerin stellt hier die Frage, wie eine Beziehungskiste zwischen Vampir und Werwolf aussehen kann. Und liefert mit „Fangs“ eine Antwort, die zugleich abgrundtief komisch und überraschend romantisch ist.
 
Das sagen die Jugendlichen: „Jede Seite von Fangs war ein einziges Abenteuer!“
 
Serien: „Outer Banks“, Rock Fish 2020
Ort der Handlung ist die gleichnamige Inselgruppe an der Ostküste der USA. Eine Gruppe Teenager sucht nach einem verschollenen Schatz und begibt sich dabei in große Gefahr.
 
Das sagen die Jugendlichen: „Outer Banks ist eine spannende Serie, die die Spaltung zwischen Arm und Reich sehr gut darstellt. Gefallen hat uns, dass sich das Konzept von anderen Serien abhebt und die Grundstimmung sehr positiv war."
 
Games: „Monster Hunter Rise“, Capcom 2021
Im Action-Rollenspiel haben die Spielerinnen und Spieler die Aufgabe, ihr Dorf vor Monstern zu beschützen. Die Spielwelt im japanischen Fantasy-Stil erscheint durch die gewählte Grafik und Musik sehr authentisch und harmonisch.

Das sagen die Jugendlichen: „Das Gameplay bietet sowohl neuen als auch erfahrenen Spielern viele Möglichkeiten und Anreize. Der japanische Fantasy-Stil wird durch Grafik und Musik stimmungsvoll ausgedrückt, wodurch die Spielwelt insgesamt sehr harmonisch erscheint.“
 
Die JungeMedienJury fragt seit 18 Jahren nach den Medienvorlieben von Jugendlichen. Sie ist bundesweit das einzige Juryprojekt, bei dem die Zielgruppe selbst auswählt, welche Medien gemeinsam bewertet werden. Ziel ist es, die kritische Auseinandersetzung und die Bildung Medienmeinung zu fördern. Projektpartner sind die Stadtbücherei Frankfurt und die Frankfurter Lions und Leo Clubs, das Drogenreferat der Stadt Frankfurt und der Frankfurter Buchmesse.
 
Weitere Informationen gibt es auch auf unter stadtbuecherei.frankfurt.de. (ffm)