Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 05.08.2020

Werbung
Werbung

Sichere Radspuren zwischen Alter Brücke und Friedberger Platz

Stadtrat Oesterling: Neues Angebot wird dem gestiegenen Bedarf durch mehr Radler gerecht

von Ilse Romahn

(27.07.2020) Mit dem Stadtverordneten-Beschluss zur Fahrradstadt Frankfurt am Main vom 29. August 2019 hat sich die Stadt dazu bekannt, den Radverkehr nachhaltig zu fördern. Für die Friedberger Landstraße als Hauptverkehrsstraße bedeutet dies, dass zwischen Friedberger Tor und Friedberger Platz in beiden Richtungen Fahrradspuren eingerichtet werden.

Dadurch entfällt für den motorisierten Verkehr jeweils ein Fahrstreifen. Diese Maßnahme schließt lückenlos an den Straßenzug Konrad-Adenauer-Straße/Kurt-Schumacher-Straße an, der in den letzten Monaten bereits in gleicher Weise umgestaltet wurde. Derzeit werden die alten Markierungen entfernt und ab Sonntag, 26. Juli, die neuen aufgetragen.

„Mit der Einrichtung des Radfahrstreifens auf der Friedberger Landstraße ist nun zwischen Alter Brücke und Friedberger Platz eine Nord-Süd-Achse für den Radverkehr entstanden, die dem gestiegenen Bedarf durch immer mehr Rad fahrende Frankfurterinnen und Frankfurter gerecht wird“, freut sich Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. „Die komplexe Verkehrssituation und die durch die Corona-Pandemie erschwerten Arbeitsumstände erforderten einen herausragenden Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Straßenverkehrsamt und Amt für Straßenbau und Erschließung, um dieses wichtige Ergebnis aus den Verhandlungen mit dem Radentscheid so zügig umzusetzen“, hebt Oesterling hervor.

Da sich für den Radfahrstreifen durchgängig die im Stadtverordnetenbeschluss als Zielgröße genannte Breite von 2,30 Meter realisieren ließ, können Radfahrende einander innerhalb der Markierung überholen. Außerdem ist es Kraftfahrzeugen möglich, den seitlichen Überholabstand zu Radfahrenden von mindestens 1,50 Meter einzuhalten, was die Nutzung des neuen Angebots noch angenehmer macht.

Während die neue Radverkehrsführung südlich des Friedberger Tors in vielen Abschnitten mittels Leitschwellen baulich vom Kfz-Verkehr getrennt werden konnte, ist dies im Bereich nördlich der Friedberger Anlage nicht möglich. Hier fahren die Busse der Linie 30 nicht wie weiter südlich auf den Straßenbahngleisen in der Mitte der Straße, sondern auf der Fahrbahn, um die Bushaltestellen Hessendenkmal und Friedberger Platz am rechten Fahrbahnrand anfahren zu können.

Die neue Verkehrsführung hat insbesondere die Planer für die Ampelschaltungen im Straßenverkehrsamt vor schwierige Aufgaben gestellt. Neben den Auswirkungen auf den Autoverkehr war auch zu beachten, dass die Busse nicht aufgehalten werden. Sie dürfen nun bei Bedarf unter besonderer Rücksichtnahme auf den Radverkehr die Radspur mitbenutzen, um schneller voranzukommen und die Haltestellen anzufahren.

„Auf einer Hauptverkehrsstraße wie der Friedberger Landstraße eine sichere Verkehrsführung für Radfahrende zu schaffen, ist eine komplexe Aufgabe. Als Stadt sind wir aber in der Pflicht, solche Lösungen zu entwickeln und sie so zu realisieren, dass auch die unterschiedlichen Belange der Verkehrsarten berücksichtigt sind“, erklärt Petra Lau, Leiterin des Straßenverkehrsamts.

Das Konzept, den Radverkehr durch rot markierte Spuren besser sichtbar zu machen, wird auch auf dem neuen Abschnitt umgesetzt, allerdings zunächst nur auf einem Teil der Verbindung. Mit der Umsetzung der Rotmarkierung wird zunächst in stadtauswärtiger Richtung begonnen.

„In den vergangenen Monaten haben wir trotz erschwerter Bedingungen im Zuge der Corona-Pandemie weitergearbeitet und die Voraussetzungen für den Radverkehr an Kreuzungen und wichtigen Hauptverkehrsstraßen verbessert. Das war nur möglich, weil alle Beteiligten Hand in Hand gearbeitet haben“, ergänzt die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, Michaela C. Kraft. (ffm)