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Letzte Aktualisierung: 08.12.2021

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Sicher durch Herbst und Winter

Tipps für Autofahrer

von Adolf Albus

(17.11.2021) Glatte Straßen, tiefstehende Sonne, eingeschränkte Sicht – das Autofahren ist im Herbst und Winter besonders gefährlich. Und das gilt nicht nur für Fahranfänger. Worauf Autofahrer nun besonders achten sollten, um sicher ans Ziel zu kommen und auch andere nicht zu gefährden.

Statistiken über sinkende Zahlen von Personenschäden im Straßenverkehr zur dunklen Jahreszeit täuschen. „Zwar kommen im Herbst und Winter weniger Personen bei Verkehrsunfällen zu Schaden, das liegt allerdings daran, dass weniger Fußgänger, Zweirad- und Autofahrer unterwegs sind“, erklärt Philipp Köster, Bezirksdirektor und Verkehrssicherheitsexperte der Barmenia Versicherungen Frankfurt am Main. Außerdem nehmen sich die meisten Verkehrsteilnehmer in dieser Jahreszeit etwas mehr in Acht. Allein das reicht oft aber leider nicht aus.“ Denn nicht nur Fehlverhalten, sondern auch Mängel am Auto oder unberechenbare Ereignisse können Unfallursachen sein – von defekten Scheinwerfern über Blitzeis bis hin zu Wildwechsel. Viele Ursachen sind allerdings vermeidbar.

Gute Vorbereitung
Das Wichtigste bei glatten Straßen sind geeignete Reifen – mindestens Ganzjahres-, besser noch reine Winterreifen. Diese dürfen die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von wenigstens 1,6 Millimetern nicht unterschreiten, empfohlen werden jedoch mindestens vier Millimeter. Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es in Deutschland zwar nicht, wohl aber dürfen PKW bei winterlichen Straßenverhältnissen nur mit Winter- oder Ganzjahresreifen gefahren werden. Sonst droht neben einer Geldstrafe auch ein Punkt in Flensburg. Wichtig ist auch der korrekte Reifendruck: Er sollte entsprechend den Vorgaben des Autoherstellers dem Wetter angepasst sein. Andernfalls besteht neben einem längeren Bremsweg auch die Gefahr, dass der Spritverbrauch steigt, die Reifen schneller verschleißen oder bei hohen Geschwindigkeiten sogar platzen.

Vor Fahrtantritt muss das Fahrzeug immer komplett von Schnee und Eis befreit sein. Ein kleines, freigekratztes Guckloch auf der Frontscheibe reicht nicht aus. Genauso wichtig sind saubere Scheiben von innen wie von außen, damit blendende Gegenlichter die Sicht nicht übermäßig beeinträchtigen. Zum Beseitigen von Schneematsch und Streumittelresten auf den Scheiben sind ausreichend Scheibenwischwasser mit Frostschutz sowie einwandfreie Wischerblätter unerlässlich. Autofahrer sollten zudem die gesamte Beleuchtung am Fahrzeug regelmäßig prüfen.

Für den Ernstfall
Auf glatten Straßen gilt es, behutsam mit dem Gaspedal umzugehen und ruckartiges Lenken möglichst zu vermeiden. Gerät das Auto dennoch ins Schleudern, helfen Auskuppeln sowie vorsichtiges Gegenlenken und notfalls eine Vollbremsung. Dennoch lassen Unfälle sich nicht immer vermeiden. Deshalb ist es wichtig, eine gute Kfz-Versicherung zu haben, die nicht nur günstig ist, sondern besonders durch guten Service und die Leistungen überzeugt. „Da die Schadenssumme schnell immens in die Höhe schießt, sobald Personen beim Unfall verletzt werden, ist eine Versicherungssumme von 100 Millionen Euro empfehlenswert“, sagt Köster. Da das Versicherungsjahr meistens am 31. Dezember endet, ist ein Versicherungswechsel in der Regel bis zum 30. November möglich.