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Letzte Aktualisierung: 06.04.2020

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Sensationell: 1.500 Fingerhüte aus aller Welt – Einzigartige Ausstellung bei „ZiC’nZaC“

von Gertrud E. Warnecke

(09.01.2020) Im Essener „Näh-Erholungsgebiet“ zeigt der vielfach prämierte Näh-Szene-Store „ZiC’nZaC“ in seinem angeschlossenen Nähmaschinen-Museum vom 22. Januar bis 22. Februar 2020 eine einzigartige Sammlung von 1.500 Fingerhüten aus aller Welt.

1500 Fingerhüte im Nähmaschinen-Museum in Essen
Foto: ZiC’nZaC
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Den Besucher erwartet eine „Kopfkino-Weltreise“ von Alaska bis Zypern mittels vieler kleiner Miniaturen. Er trifft  z.B. auf den Papst, auf Lady Diana und den Dalai Lama, deren Portrait bereits vor vielen Jahren auf solche kleinen „Hütchen“ geprägt wurden.

Das Sammeln von Fingerhüten hat Tradition. Besonders mit der beginnenden Reiselust der Deutschen in den 50er/60er-Jahren waren Fingerhüte ein beliebtes Mitbringsel aus Urlaubsorten. Der Fingerhut war klein, leicht und eine nette Erinnerung an den Urlaubsort.

Der Fingerhut – so witzig es auch klingen mag – ist tatsächlich schon vor Jahrzehnten eine Art Symbol der Globalisierung gewesen. Es gab ihn tatsächlich bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts auf allen Kontinenten – selbst in der Sahara und im Himalaya. – Der Fingerhut selbst, so unspektakulär er auch aussieht, ist eines der ältesten und nützlichsten Hilfsmittel beim Nähen und heute so aktuell wie vor 10.000 Jahren.

Die Nachweise  seiner Existenz gehen bis auf die Jungsteinzeit zurück. Nach Deutschland kamen die Fingerhüte – wie so vieles andere auch – durch die Römer. Seit dem 15. Jahrhundert begann die Produktion in größerem Umfang in Messing bei den Gelbgießern in den Hochburgen Köln und Nürnberg.

Zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben zwei leidenschaftliche Sammlerinnen: Christiane Haak aus Baden-Baden hat im Laufe ihres Arbeitslebens als Damenschneiderin 700 Unikate aus aller Welt zusammengetragen. Karla Gromm aus Gevelsberg – ebenfalls passionierte Hobby-Schneiderin – hat 500 dieser schönen Miniaturen gesammelt. Und der Veranstalter ZiC’nZaC hat in zehn Jahren ebenfalls ein Konvolut aus 450 dieser kleinen Schätze zusammengetragen.

Mit etwas Stolz kann der Veranstalter tatsächlich für sich pachten, die erste umfassende Ausstellung im  deutschen Einzelhandel zusammengestellt zu haben. Wie kommt man nun auf die Idee einer Fingerhut-Ausstellung? Der beliebte Essener Näh-Szene-Store hat vor vier Jahren den „Goldenen Fingerhut“ gewonnen als eine der besten Nähschulen in D.A.CH. (Deutschland, Österreich (Austria) und Schweiz (CH). – Das war der erste Impuls, eine solche Ausstellung zu erschaffen, der jetzt nach vier Jahren gelungen ist.

Der Eintritt ist frei. Geöffnet während der üblichen Laden-Öffnungszeiten: III. Hagen 37, 45127 Essen-Zentrum. – Details zum Veranstalter unter: www.zicnzac.de