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Letzte Aktualisierung: 29.05.2024

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Senioren im Kursana Domizil kümmern sich um Hühner

von Adolf Albus

(30.04.2024) Im Garten des Kursana Domizils am Freizeitpark sind seltsame Geräusche zu hören. Auf dem Rasen scharren, picken und kratzen Hühner. Das Federvieh ist für vier Wochen zu Gast, sozusagen in der Kurzzeitpflege. Die Senioren genießen die sonnigen, aber noch kalten Stunden an der frischen Luft und beobachten gern die Tiere.

Die Senioren im Kursana Domizil haben tierisch viel Spaß mit den vier geliehenen Hühnern, die sie einen Monat lang betreuen.
Foto: Kursana Domizil Kriftel
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„Da gibt es immer etwas Neues zu entdecken“, sagt ein älterer Mann mit Sonnenbrille, der es sich auf einem Stuhl in der Nähe des Geheges bequem gemacht hat.

Mit Leih-Hühnern haben die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtung Erfahrung. Seit ein paar Jahren finden die Tiere im Grünen temporär ein neues Zuhause und werden von den Senioren verwöhnt. Serviert wird das Futter, das die Tiere brauchen, manchmal auch ein altes Brötchen, und oft zupfen die Senioren im Garten Löwenzahn und geben es den Hühnern. In diesen Tagen gastieren nicht irgendwelche Hennen im Kursana Domizil, sondern gemietet wurden vier echte Rassehühner. Die Ästhetik im Körperbau und Schönheit im Gefieder haben einige Senioren, denen die Landwirtschaft von früher nicht fremd ist, sofort erkannt. „Die sind ja schön“, sagte ein Bewohner des Kursana Domizils mit fachkundigem Blick.

Die Wahl der besonderen Tiere ist der Kompetenz und dem Engagement von Philipp Freund zu verdanken. Der Leiter des Dussmann-Haustechniker-Teams im Kursana Domizil kennt sich mit dem Federvieh tierisch gut aus. Freund ist im Krifteler Kleintierzuchtverein aktiv und züchtet die Rassen „Bielefelder Kennhuhn“ in Silber sowie „Wyandotten“ in Rot.

Einige Senioren wie Karin Pötzl trauen sich, die Hühner aus der Hand zu füttern. Sie beobachtet das Hennen-Quartett gern vom Fenster ihres Zimmers aus und geht mehrmals täglich in den Garten, um nach ihnen zu sehen. Im Grünen trifft sie oft Hannelore und Walter Joisten, die von den Tieren begeistert sind, da sie früher immer Haustiere hatten.