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Letzte Aktualisierung: 21.01.2022

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Senckenberg-Vortragsreihe: „Collectomics – neue Antworten aus alten Sammlungen“

Digitaler Vortrag am 12. Januar

von Ilse Romahn

(07.01.2022) Allein in den Senckenberg-Sammlungen lagern über 40 Millionen Objekte aus aller Welt und aus verschiedensten Zeiten. Sie bergen eine schier unendliche Menge an Informationen – etwa über Entwicklung und Verbreitung von Arten oder auch über frühere Umweltbedingungen.

Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Foto: Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
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Zahlreiche moderne Methoden helfen uns heute, diese alten Sammlungsschätze neu zu erschließen, sodass wir ihnen völlig neue Erkenntnisse entlocken und so das gesamte Erdsystem besser verstehen können. Prof. Dr. Karsten Wesche erläutert dies am 12. Januar im nächsten Vortrag der Senckenberg-Reihe „Museum for Tomorrow: Die Praxis der Museen“.

Naturkundliche Sammlungen sind viel mehr als staubige Steine und alte Knochen: Sie stellen ein wichtiges Fenster in vergangene Zeiten und Ökosysteme dar und helfen uns dabei, die globale biologische Vielfalt und deren Entwicklung wie auch ihren Verlust besser zu erforschen und zu verstehen. Und hier kommt der neue, von Senckenberg erarbeitete, Collectomics-Ansatz ins Spiel. Ziel ist, das „Collectom“ – also alle Sammlungen – in ganzer Breite zu erforschen und für vielfältige Nutzungen verfügbar zu machen. Zentral sind dabei neue Methoden der Erfassung von Daten aus Sammlungen (Genomik, Imaging, Künstliche Intelligenz) und der Datenvernetzung (national und international, vor allem aber interdisziplinär). Dieser Ansatz erlaubt es uns, durch die Integration verschiedenster Datendimensionen von Sammlungsobjekten das volle Potenzial von Sammlungen freizusetzen und weltweit nutzbar zu machen.

Der Botaniker Karsten Wesche arbeitet selbst täglich am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz mit Belegen aus botanischen Sammlungen und erhofft sich, durch den Collectomics-Ansatz zukünftig noch mehr Informationen aus ihnen gewinnen zu können. Im Senckenberg-Direktorium ist er für die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen zuständig, zu denen auch die Sammlungen gehören.

Prof. Dr. Karsten Wesche (Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz) spricht über "Collectomics – neue Antworten aus alten Sammlungen" am Mittwoch, 12. Januar, 19:15 Uhr.

Aufgrund der Covid19-Pandemie finden die Vorträge bis auf Weiteres rein virtuell statt.

Sie können per Livestream unter www.senckenberg.de/live (ohne Kommentarmöglichkeit) oder über den Kanal www.youtube.com/SenckenbergWorld (mit Kommentar-möglichkeit über die Chatfunktion) mitverfolgt werden. Wer virtuell mit den Referenten diskutieren möchte, meldet sich über den Anmeldelink im Senckenberg-Veranstaltungskalender an und erhält dann die Zugangsdaten für die Zoom-Veranstaltung.

Informationen zu den Vorträgen, Referenten und Themen unter: https://www.senckenberg.de/Vortragsreihe-Museum

Die Vortragsreihe wird im Rahmen des Aktionsplans „Eine Welt in Bewegung“ der Leibniz-Forschungsmuseen veranstaltet.

www.senckenberg.de