Seen und Berge zum Entspannen – 5 Tipps für Bergseewanderungen in Bayern
Foto: Pixabay / Laurent Verdier
Seen in Bayern - Kleine Bergseen in den Alpen und Voralpen
Die großen Seen in Bayern wie den Tegernsee, den Chiemsee oder den Starnberger See kennen viele Bayern-Urlauber. Wer den Trubel und überlaufene Wanderwege dort aber meiden möchte, sollte sich bei den kleineren Bergseen umschauen. Hier kann man sich eine Auszeit gönnen, ohne auf viele lärmende Touristen zu treffen.
An idyllischen Orten laden Campingplätze in Bayern, Wellness-Hotels, Ferienhäuser und familienfreundliche Kinderhotels laden zum Übernachten ein. Um die Erholung im Urlaub gerade für stressgeplagte Großstädter perfekt zu machen, sind Wanderungen das beste Mittel. Die stramme Klettertour ist dabei nicht jedermanns Sache. Hier bieten die kleinen Bergseen eine perfekte Alternative. Bei leichten bis mittelschweren Touren kann man die Natur in ihrer schönsten Vielfalt genießen. Klares Wasser, verwunschene Wälder und seichte Anstiege machen eine Wanderung an einem Bergsee zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Wie entstehen Bergseen?
Verantwortlich für die Entstehung von Bergseen sind vor allem tektonische Vorgänge, Gletscherbewegungen und Massenbewegungen. Die häufigsten Gründe für die hübschen Bergseen sind:
- Grabenbrüche - das Gestein bricht durch Dehnungen, Faltungen und Stauchungen auseinander, der Bruch füllt sich mit Wasser.
- Bergstürze und Rutschungen - so entstandene Gesteinsansammlungen stauen Wasser an.
- glaziale Überformung - bei der Gletscherbewegung wird die Landschaft überformt. Es entstehen Hochtäler und Mulden, die sich mit Wasser füllen.
- Auslaugung - seltener entstehen Bergseen durch die dauerhafte Auslaugung von Gips durch Regenwasser. Es entstehen Mulden, die sich mit Wasser füllen.
Die 5 schönsten Bergseen in den bayrischen Alpen
Oberer und unterer Gaisalpsee
In den Allgäuer Alpen gibt es viele Seen, doch sind die bekannten Hotspots wie der Schrecksee oder der Rappensee oft ziemlich überlaufen. Wer es ruhiger mag, wandert zum Oberen und Unteren Gaisalpsee. Vor allem der Obere Gaisalpsee bei Oberstdorf bietet Erholung pur. An dem kleinen See, der etwa eine halbe Stunde vom Unteren Gaisalpsee entfernt in einer Karmulde liegt, wandert man durch grüne Rasenmatten und über seichte Rundhöcker. Hier ist die Natur noch völlig unberührt, was die vielen Alpenblumen entlang der Wanderroute mit ihren einzigartigen Farben und Formen beweisen.
Badersee im Wettersteingebirge
Der Badersee im Wettersteingebirge in der Zugspitzregion besticht mit kristallklarem Wasser und einen dichten Baumbewuchs. Hier kann man auf einem etwa drei Kilometer langen Rundweg den Blick auf den See genießen. Natürlich darf man auch näher heran und sich den vor 4000 Jahren durch einen massiven Bergsturz entstandenen Badersee genauer anschauen. Das ganze Gebiet ist märchenhaft schön und der perfekte Ort, um einmal so richtig auszuspannen. In der Nähe liegt auch der Eibsee, der ebenfalls einen Abstecher wert ist.
Grünsee in den Schlierseer Bergen
Der kleine Grünsee liegt etwas versteckt in den Schlierseer Bergen. Der See ist kesselförmig und trägt seinen Namen aufgrund der schillernd grünen Farbe, die man von den Hügeln der Umgebung besonders gut sehen kann. Am Grünsee ist es sehr ruhig. Wanderern begegnet man hier kaum, dafür aber trifft man häufig auf Kühe, die den See nutzen, um ihren Durst zu stillen.
Bärnsee in den Chiemgauer Alpen
In der Nähe von Aschau im Chiemgau liegt der kleine Bärnsee. Die Gegend ist äußerst interessant für Naturliebhaber, denn hier erstrecken sich Moore. Der Bärnsee selbst ist nur noch ein kleines Moorauge, welches immer weiter schrumpft. Der See ist geschützt, aber vom Rundweg durch die beeindruckenden Hoch- und Niedermoore kann man einen Blick auf das Idyll erhaschen. Baden darf man im Bärnsee nicht, doch ganz in der Nähe lädt ein Moorbad mit freiem Eintritt zu einem ganz besonderen Badeerlebnis in einer Masse auf Wasser und Torf ein.
Pflegersee im Ammergebirge
Der Pflegersee im Ammergebirge ist nicht auf natürliche Weise wie die anderen Bergseen entstanden. Er wurde künstlich angelegt, jedoch ist das heute kaum noch zu erkennen. Eine Wanderung auf dem Rundweg an diesem See lohnt sich, denn es gibt nicht nur wunderschöne Natur, sondern auch eine alte Burgruine zu entdecken. Am See selbst kann man die bayrische Küche genießen und im Freibad ein erfrischendes Bad in dem klaren Gewässer nehmen.
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