Archiv-Kultur

TOSCA an der Oper Frankfurt

Melodramma in drei Akten von Giacomo Puccini

Am 16. Januar 2011 kam an der Oper Frankfurt die aktuelle Tosca-Produktion in der Regie von Andreas Kriegenburg heraus. Danach konnte man in der Frankfurter Rundschau über diese Neuinszenierung des Meisterwerks von Giacomo Puccini (1858-1924) lesen: „‚Oper darf nicht nur Traditionspflege sein‘, hat Andreas Kriegenburg einmal sinngemäß gesagt, denn Oper werde ja von heutigen Menschen gemacht. Dass Kriegenburg Puccinis Figuren trotzdem nicht brutal ins Heute zerrt, sondern sie in ihren eigentlich zeitlosen Gefühlswelten belässt, ist sein Verdienst – zumal diese bis ins Heute wirken.“ In einer Rundfunkrezension auf SWR2 war zu hören: „Rundum fulminant ging es zu (…), klare Bilder, eine perfekte Inszenierung.“

Tosca-Szenenfoto (1)
Tosca-Szenenfoto (1)
Foto: Barbara Aumüller
Tosca-Szenenfoto (2)
Tosca-Szenenfoto (2)
Foto: Barbara Aumüller

Zur Handlung dieses „Opern-Krimis“: Im Rom des Jahres 1800 versucht die schöne Sängerin Floria Tosca, ihren Geliebten, den Maler Mario Cavaradossi, aus den Fängen des brutalen Polizeichefs Scarpia zu retten. Dieser fordert als Preis für die Freilassung des Malers von Tosca eine gemeinsame Nacht, danach sollen sie und Cavaradossi, vertuscht durch die Scheinhinrichtung des Geliebten, Rom unbehelligt verlassen dürfen. Tosca willigt ein. Im Affekt ersticht sie den überraschten Scarpia, der aber selbst noch im Tod die Zügel des Geschehens fest in der Hand hält...

Die musikalische Leitung dieser sechsten Wiederaufnahme liegt bei Elias Grandy. Der seit 2015 als Generalmusikdirektor in Heidelberg wirkende Dirigent war an der Oper Frankfurt erstmals 2019/20 für die Wiederaufnahmeserie von Delius’ Romeo und Julia auf dem Dorfe zu Gast. Die Titelpartie übernimmt die rumänische Sopranistin Bianca Mǎrgean, die Ensemblemitglied der Staatsoper Bukarest ist. Dort sang sie bereits bedeutende Titelpartien des italienischen Repertoires wie Aida und Turandot. In den Dezember- und Januarvorstellungen wird Chiara Isotton Tosca verkörpern. Die italienische Sopranistin sang zahlreiche Partien, so etwa 2015 Gran Sacerdotessa in Aida an der Mailänder Scala. Als Mario Cavaradossi sind wechselweise Stefano La Colla und Alfred Kim (beide mit der Produktion vertraut) sowie Matteo Lippi (neu) zu erleben. Der zuletzt Genannte war in der Spielzeit 2024/25 in der Frankfurter Produktion von Macbeth als Macduff besetzt. Nach seinem Hausdebüt als Szymanowskis Król Roger 2018/19 in Frankfurt kehrt Łukasz Goliński als Scarpia zurück. Der polnische Bassbariton sang 2020 Rangoni in Boris Godunow bei den Salzburger Festspielen, außerdem stand er als Escamillo (Carmen) an der Hamburgischen Staatsoper auf der Bühne. Hier alterniert er in der Partie des Scarpia mit Ensemblemitglied Nicholas Brownlee. Der US-amerikanische Bassbariton wurde in Frankfurt zuletzt für seine Verkörperung der Titelpartie in Verdis Macbeth gefeiert. Die Rolle des Cesare Angelotti teilen sich die beiden Ensemble-Neuzugänge Aleksander Myrling und Pete Thanapat, während Spoletta im Wechsel von den Frankfurter Ensemblemitgliedern Theo Lebow und Peter Marsh gesungen wird. Bereits mit der Produktion vertraut ist Franz Mayer (Der Mesner), während Iain MacNeil sein Debüt als Sciarrone gibt.

Wiederaufnahme: Sonntag, 31. August 2025 um 18 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 5., 7. (18 Uhr), 13., 20. (18 Uhr), 25., 27. September, 17., 25. (18 Uhr), 31. (19 Uhr) Dezember 2025, 2. (19 Uhr) Januar 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr.

Preise: € 16 bis 132 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf (069) 212 49 49 4 erhältlich.