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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Sechste Wiederaufnahme von DON CARLO an der Oper Frankfurt

Oper in fünf Akten von Giuseppe Verdi

von Ilse Romahn

(27.11.2019) Die Inszenierung des Don Carlo von Giuseppe Verdi (1813-1901) durch David McVicar feierte am 30. September 2007 Premiere im Opernhaus – als erste Frankfurter Neuproduktion des Werkes seit 37 Jahren.

Bildergalerie
Szenenfoto Don Carlo
Foto: Monika Rittershaus
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Don Carlo Szenenfoto
Foto: Monika Rittershaus
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Vom Publikum wurde die aufwändig ausgestattete Aufführung mit den prachtvoll-historischen Kostümen von Brigitte Reiffenstuel bejubelt und auch von der Kritik begeistert aufgenommen. So war etwa in der Welt zu lesen: „Gespielt wird die lange, fünfaktige Fassung von 1886. McVicars großartige Regieleistung geht dabei weit über die Grundsatzentscheidungen für eine streng stilisierte Bühne samt historisch korrekten Kostümen hinaus. Er führt seine Figuren mit viel Liebe fürs psychologische Detail und schlüsselt so die komplexe Handlung überzeugend auf."

Don Carlo, Sohn des spanischen Königs Philipp II., soll die französische Königstochter Elisabeth von Valois heiraten. Die beiden verlieben sich ineinander, doch muss die junge Frau schließlich aus Gründen der Staatsraison den König selbst zum Mann nehmen. Zudem verweigert Philipp seinem Sohn den Auftrag, dem durch Spanien unterdrückten Flandern den Frieden zu bringen und damit seinen Jugendfreund Rodrigo zu unterstützen. Durch eine Intrige der in Carlo verliebten Prinzessin Eboli entfremden sich Vater und Sohn immer mehr voneinander. Carlo ist hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Elisabeth und dem Begehren nach politischer Anerkennung. Schließlich kommt es nach der durch den Großinquisitor geforderten Ermordung des politisch unliebsamen Rodrigo am Grab von Carlos Großvater Karl V. zu einem entscheidenden Zusammentreffen aller Beteiligten...

Die Erfolgsproduktion aus der Spielzeit 2007/08 wird nun zum sechsten Mal wiederaufgenommen, und die Besetzungsliste weist neben mit McVicars Regie vertrauten Künstler*innen wie Tamara Wilson (Elisabeth von Valois), Andreas Bauer Kanabas (Philipp II.) und Magnús Baldvinsson (Der Großinquisitor) auch neue Namen auf: Der besonders dem Mariinsky Theater in St. Petersburg verbundene armenische Tenor Hovhannes Ayvazyan gab 2018/19 als Alvaro in La forza del destino sein Frankfurt-Debüt und kehrt nun als Don Carlo mit einer weiteren Verdi-Partie zurück. Carmen Topciu singt als Eboli erstmals in Frankfurt. Im Terminkalender der rumänischen Mezzosopranistin steht u.a. Bizets Carmen in Sydney und Neapel. Nachdem er ab 2016 in Frankfurt und Oslo als Wozzeck überzeugte, kommt der norwegische Bariton Audun Iversen als Posa hierher zurück. Aus dem Ensemble steigen Bianca Andrew (Tebaldo) und Anthony Robin Schneider (Mönch bzw. alternierend Großinquisitor) sowie aus dem Opernstudio Florina Ilie (Stimme von oben) neu in die Produktion ein. Unter den die Alternativbesetzungen stellenden Sänger*innen finden sich sowohl Gäste als auch (ehemalige) Ensemblemitglieder. Die musikalische Leitung liegt erstmals bei Stefan Soltesz, der regelmäßig in Frankfurt zu Gast ist – so zuletzt 2018/19 für Smetanas Dalibor. Im Verlauf der Spielzeit wird er zudem für Strauss’ Der Rosenkavalier an den Main zurückkehren. Der österreichische Dirigent ungarischer Herkunft war von 1997 bis 2013 GMD am Essener Aalto-Theater.

Wiederaufnahme: Samstag, 7. Dezember 2019, um 18.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 13., 20., 22., 26. (18.00 Uhr), 28. Dezember 2019, 1. (18.00 Uhr), 5. (18.00 Uhr) Januar 2020
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 18.30 Uhr

Preise: € 15 bis 115 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf (069)21249494 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.