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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

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Schwierige Dinge – NS-Raubgut in Privathaushalten

Online-Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

von Ilse Romahn

(17.02.2021) Am Montag, 22. Februar, stellen Angela Jannelli und Gottfried Kößler ein Stadtlabor-Projekt des Historischen Museums Frankfurt zum Thema NS-Raubgut vor.

Der Vortrag findet ausschließlich online statt und kann um 18 Uhr unter https://youtu.be/rju6uVry46c live auf Youtube verfolgt werden.

2018 zeigte das Historische Museum Frankfurt die Sonderausstellung „Geerbt, Gekauft. Geraubt?“, in der die heute noch sichtbaren Spuren des legalisierten Raubs im Nationalsozialismus in Museumssammlungen und in Privathaushalten nachgezeichnet wurden. Im Stadtlabor des Museums, das Ausstellungen und Veranstaltungen partizipativ erarbeitet, lag der Fokus auf Gegenständen aus Privatbesitz. Neben Raubgut „aus jüdischem Besitz“ wurden auch „Mitbringsel“ von Wehrmachtssoldaten als „schwierige Dinge“ präsentiert.

Begleitend zur Ausstellung fand in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut ein Rechercheseminar statt, bei dem die Besitzer dieser „schwierigen Dinge“ bei ihren Nachforschungen von Fachleuten unterstützt wurden. Für die Teilnehmer war die Auseinandersetzung mit den „schwierigen Dingen“ ein Anlass, sich der eigenen Familiengeschichte zu stellen und ein Gespräch über die Verwicklung der eigenen Vorfahren in den Nationalsozialismus sowie den Umgang damit in der Nachkriegszeit zu beginnen. Der Vortrag stellt das Projekt vor und zieht eine kritische Bilanz.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Kulturgüter, Provenienzen und Restitution: aus Frankfurter Museen, Sammlungen und Haushalten“, die die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet. Eine Voranmeldung zum Livestream ist nicht erforderlich, das Angebot ist kostenlos. Das Video wird anschließend dauerhaft auf dem Youtube-Kanal der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und dem Kanal des Instituts für Stadtgeschichte verfügbar sein. Weitere Informationen finden sich unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de im Internet. (ffm)