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Letzte Aktualisierung: 21.11.2019

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Schutzprojekt für Feldhamster, Rebhuhn & Co. gestartet

von Ilse Romahn

(04.11.2019) "Der dramatische Verlust an Biodiversität im Agrarland muss und kann gestoppt werden“, sagte Umweltministerin Priska Hinz beim Start des Feldflurprojekts Hochtaunuskreis im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus.

„Auf insgesamt 8.400 Hektar Fläche werden hier im Hochtaunuskreis die Lebensräume für Feldhamster, Rebhuhn, Grauammer und weitere Arten verbessert. Dies geschieht durch Blühstreifen, Ackerrandstreifen, das Schaffen von Brachen sowie durch Flächen, auf denen Getreide länger stehen bleibt und so Feldvögeln ihre Brut ermöglicht und Feldhamstern Nahrung und Deckung bietet“, erklärte die Ministerin. 

Zusätzlich zu diesen Bemühungen ist es erforderlich, den Aufbau einer Nachzucht zur Bestandsstützung und Wiederansiedlung des Feldhamsters in Hessen zu forcieren. 2017 wurde mit dem Bau einer Feldhamsterstation im Opel-Zoo begonnen. Den Betrieb nahm die Station in 2018 auf. In diesem Jahr konnten bereits erfolgreich 18 Jungtiere nachgezüchtet werden, die ab 2020 in Gebieten der Feldflurprojekte ausgesiedelt werden sollen. 

Mit dem Schutzprogramm „Förderung der Leitarten der Feldflur“ will das Land Hessen für die Tierarten im Agrarland in Hessen wieder geeignete Lebensräume schaffen. Die ersten fünf Feldflurprojekte in Wiesbaden, im Main-Kinzig-Kreis, in der Wetterau, bei Limburg und in Bad Zwesten gingen bereits 2018 an den Start. 2019 folgte ein Projekt bei Gießen und nun im Hochtaunuskreis. Weitere Projekte sind in Vorbereitung und werden in 2020 realisiert. „Um unsere ökologische Vielfalt zu stärken, hat das Land Hessen zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen insgesamt mit dem Doppelhaushalt 2018/2019 die Rekordsumme von 19 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. Für 2020 haben wir jetzt im Haushalt sogar knapp 22 Millionen für den Naturschutz vorgesehen“, betonte die Ministerin.

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