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Letzte Aktualisierung: 18.06.2024

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Schirn Kunsthalle präsentiert Filmprogramm unter freiem Himmel

von Ilse Romahn

(04.09.2023) Die Schirn Kunsthalle Frankfurt lädt an drei Abenden im September anlässlich der Ausstellung „John Akomfrah. A Space of Empathy“ (9. November 2023 – 28. Januar 2024) zum Schirn open-air-Kino auf dem Wiesenhüttenplatz ein.

Schirn open-air-Kino am Wiesenhüttenplatz
Foto: Schirn Kunsthalle Foto Esra Klein 2020
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­Das Programm umfasst cineastische Meisterwerke, die das Schaffen des Videokünstlers John Akomfrah maßgeblich geprägt haben und sein weites filmisches Interesse widerspiegeln.

Die Veranstaltungsreihe startet am 5. September mit dem Drama Der Spiegel (1975) von Andrei Tarkowski, es folgen am 6. September der Roadmovie Touki Bouki (1973) von Djibril Diop Mambéty sowie am 7. September der Episodenfilm Deutschland im Herbst (1978).

Vorab wird an den beiden letzten Terminen zusätzlich eine Produktion im Kurzfilmformat präsentiert: Reassemblage (1982) von Trinh T. Minh-ha und Meshes of the Afternoon (1943) von Maya Deren.
 
Alle Filme werden in der Originalsprache gezeigt, mit deutschen oder englischen Untertiteln. Der Einlass startet um 19 Uhr, die Filme beginnen nach Anbruch der Dunkelheit. Das Team von YokYok Kiosk bietet kühle Drinks und Snacks an. Der Eintritt ist frei, die Sitzplätze sind limitiert. Bei schlechtem Wetter finden die Vorführungen in der darauffolgenden Woche statt (12.–14. September). Weitere Informationen auf schirn.de.
 
Die Ausstellung „John Akomfrah. A Space of Empathy“ wird vom 9. November bis 28. Januar 2024 in der Schirn Kunsthalle gezeigt.

John Akomfrah (*1957) erschafft nachdenkliche Videoarbeiten von eindringlicher audiovisueller Intensität. Auf charakteristisch großformatigen Screens erzählt er von Umbrüchen und Krisen der Gegenwart und Vergangenheit. Dem in Deutschland bisher eher wenig bekannten, eindrucksvollen Werk des Künstlers widmet die Schirn erstmals eine umfassende Ausstellung mit drei seiner bedeutenden Videoinstallationen aus den vergangenen Jahren. Häufig in Form von simultanen Erzählstrukturen, verwebt der Mitbegründer des einflussreichen Londoner Black Audio Film Collective (1982) eigene filmische Aufnahmen mit Archivmaterial zu vielschichtigen, mitunter assoziativen Collagen. Akomfrahs Arbeiten setzen sich kritisch mit kolonialen Vergangenheiten, globaler Migration oder der Klimakrise auseinander.
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www.schirn.de