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Letzte Aktualisierung: 17.05.2021

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Schauspiel Frankfurt: Spielzeit-Schwerpunkt (Bühnen) Besetzungen

von Ilse Romahn

(23.04.2021) Symposium nach »Der Müll, die Stadt und der Tod« am Sonntag, 25. April, von 11.00 - 18.00 Uhr. Kostenloser Livestream aus den Kammerspielen. Eine Kooperation von Schauspiel Frankfurt, Jüdisches Museum Frankfurt, Fritz Bauer Institut und Theaterwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

1975 schrieb Rainer Werner Fassbinder sein letztes Theaterstück »Der Müll, die Stadt und der Tod«. Bereits die Entstehungsgeschichte war von Konflikten geprägt – das Stück, dem seine Kritiker Antisemitismus vorwarfen, war Anlass mehrerer, wellenartig auftretenden Kontroversen. Höhepunkt war im Oktober 1985 die Besetzung der Bühne der Kammerspiele des Schauspiel Frankfurt, um eine Inszenierung des Stückes zu verhindern. Diese Bühnenbesetzung stellte als einer der Schlüsselmomente der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte eine Form der Selbstermächtigung dar, mit der sich 40 Jahre nach Kriegsende die jüdische Gemeinschaft in der Bundesrepublik erstmals öffentlich Gehör verschaffte.

Zeitzeugen, Wissenschaftler und Künstler betrachten diesen historischen Akt zivilen Ungehorsams aus heutiger Perspektive und beleuchten den größten Theaterskandal der alten BRD in Vorträgen, Gesprächen und künstlerischen Arbeiten.

Zusatzprogramm
24.-26. April: Streaming des Films »Schatten der Engel«
Preis: 6,- Euro auf dff.cinemalovers. de, der Online-Plattform des DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.
In Kooperation mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes. 

24. & 25. April: Audiowalks »Kampf um die Häuser« (Profikollektion) / »Wi(e)dersprechen« (Studierende der Theaterwissenschaft)

Die Audiowalks finden digital statt.

Das vollständige Programm des Symposiums samt Zusatzprogramm finden Sie unter www.schauspielfrankfurt.de

www.schauspielfrankfurt.de