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Letzte Aktualisierung: 13.04.2021

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Schauspiel Frankfurt digital im April

von Ilse Romahn

(06.04.2021) Seit Januar lag der Fokus des Schauspiel Frankfurt auf einer Wiedereröffnung mit sieben Premieren ab Anfang April. Aus heutiger Sicht können leider keine verlässlichen Aussagen darüber getroffen werden, wann und wie die Möglichkeit besteht, wieder zu spielen.

Aus diesem Grund verfolgt das Schauspiel Frankfurt derzeit zwei Strategien: Solange geprobt werden kann, werden alle Neuproduktionen frisch gehalten, in der Hoffnung, diese in näherer Zukunft präsentieren zu können. Parallel dazu entstehen weiterhin eigenständige Online-Formate, die über die digitale Sparte SF DIGITAL ausgestrahlt werden.

Der Spielplan im April

»Theater und die Krise der Demokratie«
Mitschnitt der Ringvorlesung der Hessischen Theaterakademie mit Regisseur Pat To Yan (in englischer Sprache) am Dienstag, 6. April, 20.00 Uhr. Aufzeichnung / kostenfreies Angebot.

Die Demokratie westlicher Prägung ist in einer Krise: Migration, Erderwärmung und ökonomische Monopolisierung gehen mit der Entwertung der alten Akteure und Institutionen einher, etwa der Nation und ihres Parlaments. Vielerorts ist die Rückkehr zu autoritären Herrschaftsformen und Strukturen die Antwort. Vor diesem Hintergrund hat die Ringvorlesung den Autor, Regisseur und Soziologen Pat To Yan eingeladen, sich über das Verhältnis von Theater und Demokratie Gedanken zu machen.

Pat To Yan wurde 1975 in Honkong geboren. In seinen Arbeiten, wie z. B. »Eine kurze Chronik des künftigen China«, erforscht er, was »Menschsein« in unserer Zukunft bedeuten könnte. Im zweiten Teil seiner Serie »Eine posthumane Geschichte«, welcher im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021 am 8. April filmisch uraufgeführt wird, befasst er sich mit Cyborgs und dem Auslaufmodell Mensch. Bei dem Mitschnitt handelt es sich um eine Aufzeichnung der Online-Ringvorlesung vom 17. Dezember 2020, die anlässlich der filmischen Uraufführung noch einmal ausgestrahlt wird.

Ringvorlesung der Hessischen Theaterakademie im WS 2020/21 in Kooperation mit dem Festival Frankfurter Positionen – eine Initiative der BHF BANK Stiftung – und dem Künstlerhaus Mousonturm, koordiniert von der Theaterwissenschaft am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität.

Filmische Uraufführung »Eine posthumane Geschichte« von Pat To Yan
Uraufführung im Rahmen der Frankfurter Positionen am Donnerstag, 8. April, 20.00 Uhr bis 31. Mai on demand verfügbar
Tickets (5,-/10,-/20,- €) erforderlich

Franks Lebensunterhalt für ihn und seine Familie ist gesichert: Vom Bildschirm aus bombardiert er via Drohne andere Länder. Doch ein kantonesischer Fluch liegt über der Geburt seines Sohnes Anders: Er kommt ohne Gesäß zur Welt. Ein Cyberpo bringt die erhoffte Rettung. Dieses hochentwickelte künstliche Gesäß hat nur zur Folge, dass Anders‘ IQ in Hochgeschwindigkeit wächst, Anders selbst hingegen im gleichen Tempo altert. Sei‘s drum – sein Po ist intelligenter, effizienter und schneller als sein Hirn. Kommt er, der Cyborg, bereits aus der Zukunft der menschlichen Evolution?

In »Eine posthumane Geschichte« erforscht der Hongkonger Autor Pat To Yan, was »Menschsein« in unserer Zukunft bedeuten könnte.

Im Rahmen der Frankfurter Positionen – eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung

Mitwirkende unter der Regie von Jessica Glause  sind Anna Bardavelidze, Vanessa Bärtsch , Christina Geiße, Agnes Kammerer, Jonathan Lutz, André Meyer und Uwe Zerwer.