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Letzte Aktualisierung: 03.07.2020

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Schadhafte Bordsteine werden in Hofheim mit Spezialmörtel modelliert

von Adolf Albus

(25.06.2020) Die jährliche Sanierung der Bordsteine im Stadtgebiet Hofheim ist abgeschlossen. Insgesamt 80 Meter Bordsteine, die abgeplatzt oder aufgebrochen waren und so Stolperkanten aufwiesen, wurden instandgesetzt.

Sanierte Bordsteine im Bussardweg in Diedenbergen. Sie sind heller als die nicht sanierten.
Foto: Stadt Hofheim
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Seit circa sieben Jahren setzt die Stadt Hofheim für die Sanierung ein Verfahren ein, das gegenüber der früheren Methode ganz wesentlich Zeit und Kosten spart.

Bis vor sieben Jahren wurden die beschädigten Bordsteine gegen neue ausgetauscht. Dafür mussten Baustellen eingerichtet, die Straße und der Gehweg geöffnet werden. Der Austausch selbst dauerte etwa sechs Stunden pro Bordstein, in denen der Straßenverkehr behindert wurde.

Bei der neuen Methode wird der defekte Bordstein mit einem speziellen Mörtel modelliert, so dass er wieder seine ursprüngliche Form erhält. Das dauert, je nach Zustand des Bordsteins, zehn bis 15 Minuten. Schon nach rund drei Stunden ist das Material ausgehärtet und voll belastbar. Der Bereich wird für diese Zeit lediglich mit einem Kegel abgesperrt.

Auch für die Sanierung von Treppen ist der Mörtel sehr gut geeignet, wie sich aktuell in der Stephanstraße gezeigt hat.

Zu den Kosten: Der Austausch eines Bordsteins kostete circa 350 Euro. Dagegen hat die aktuelle Sanierung der 80 Meter Bordsteine rund 3.000 Euro gekostet. Hinsichtlich der „Lebensdauer“ gibt es keinen Unterschied zwischen mit Mörtel sanierten und nicht sanierten Bordsteinen.

Die Bordsteine aus Beton werden altersbedingt zum Sanierungsfall. Zum Verschleiß trägt auch Schwerlastverkehr bei, der auf Baustellen eingesetzt wird und die Bordsteine häufig überfährt.

In der Regel beauftragt die Stadt Hofheim einmal jährlich eine Bordstein-Sanierung, bei der die Liste der Gefahrenstellen abgearbeitet wird. Entweder werden diese bei der Straßenkontrolle durch den städtischen Bauhof oder vom Team Verkehrsanlagen bei Außenterminen erfasst. Die überwiegenden Hinweise jedoch, etwa 70 Prozent, geben aufmerksame Bürgerinnen und Bürger telefonisch oder über den Mängelmelder auf der städtischen Homepage.