Sanierung der Elisabethenschule kurz vor dem Abschluss
Baudezernent Jan Schneider: Gymnasium kann in den Osterferien umziehen
2011 waren an dem 1907 errichteten Jugendstil-Gebäude der Elisabethenschule gravierende statische Mängel festgestellt worden. Als Notmaßnahme mussten Decken abgestützt und Nutzungseinschränkungen verhängt werden. 2014 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, das Schulgebäude zu sanieren und umzubauen sowie eine neue Bibliothek zu errichten. Im Herbst 2014 zog die Elisabethenschule mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern sowie etwa 100 Lehrerinnen und Lehrern in ein provisorisches Übergangsquartier in einer Pavillonanlage um. 2015 begannen die Sanierungsarbeiten.
Der Denkmalschutz erfordert einen sensiblen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. Im Zuge der Gesamtsanierung mussten wegen statischer Mängel die meisten Decken und Unterzüge Zug um Zug ausgetauscht werden. Durch den Abbruch von Bestandswänden wurden Unterrichtsräume vergrößert, um den aktuellen Anforderungen an den Schulbetrieb gerecht zu werden. Im gesamten Gebäude wurde die Technik auf den neusten Stand gebracht. Durch den Einbau von Aufzügen und behindertengerechten Toiletten und Umkleiden ist das Schulgebäude jetzt auch barrierefrei. Der zusätzliche Raumbedarf des Gebäudes wird im Dienstwohngebäude West gedeckt, das ab dem ersten Obergeschoss für Arbeitsräume genutzt wird. Ebenfalls saniert wurde die bestehende Sporthalle. Die Fassade des Schulgebäudes hat einen neuen Anstrich erhalten.
Der von den Stadtverordneten genehmigte Kostenrahmen von 39,3 Millionen Euro wird eingehalten. Rund 36 Millionen Euro entfallen auf die Sanierung des Gebäudes und die Auslagerung der Schule in eine temporäre Pavillonanlage. Hinzu kommen die Kosten für den noch anstehenden Neubau der Bibliothek. „Es zeigt sich, dass auch schwierige Projekte, die wegen der historischen Bausubstanz hohe Risiken bergen, im Kostenrahmen abgeschlossen werden können“, betonte Schneider. (ffm)
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