Kultur

Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939-1989

Àusstellung im Museum Kommunikation Frankfurt

Mit der Ausstellung „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939-1989“ macht das Museum für Kommunikation den Auftakt für das Kulturprogramm zum Ehrengast Tschechien bei der Frankfurter Buchmesse 2026.

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Samizdat
Foto: Ausstellungsplakat vom Museum Kommunikation Frankfurt

Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des „Samizdat“, jener im Verborgenen entstandenen Literatur, die während der kommunistischen Diktatur in der Tschechoslowakei unter Umgehung staatlicher Zensur heimlich vervielfältigt und verbreitet wurde. Sie erzählt von Schriftstellern, Künstlerinnen und oppositionellen Gruppen, die mit ihren Publikationen das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigten. Zu den bekanntesten Vertretern der Bewegung gehörte der spätere tschechische Präsident Václav Havel.

 Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen neben den historischen Hintergründen vor allem die Materialität und die Herstellungsweisen der Samizdat-Publikationen. Da Vervielfältigungsgeräte staatlich kontrolliert wurden, entstanden viele Texte als händisch getippte Typoskripte, Kohle papier-Durchschläge oder mithilfe anderer improvisierter Kopierverfahren. Die Exponate machen die kreativen Strategien sichtbar, mit denen die Kulturbewegung im Untergrund gegen das repressive Regime aufbegehrte. 

Eine Ausstellung der Mährischen Landesbibliothek in Brünn und des Museums für Kommunikation in Frankfurt anlässlich des Ehrengastauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026. 

Museum für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53, Frankfurt   www.museumsstiftung.de