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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Saalburgpreis übergeben und Jahrbuch vorgestellt

von Helmut Poppe

(03.12.2019) Landrat Ulrich Krebs verlieh kürzlich den diesjährigen Saalburgpreis. Preisträger waren Beate Großmann-Hofmann und Ulrich C. Cannawurf. Der Förderpreis ging an Philipp Cramer, Maximilian Voß und Ruben Voß.

Preisgewinner
Foto: Hochtaunuskreis
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Mit dem diesjährigen Saalburgpreis für Geschichte und Heimatpflege zeichnet der Hochtaunuskreis zwei Persönlichkeiten aus, die sich große Verdienste um die Erforschung und Vermittlung der Orts- und Regionalgeschichte erworben haben: Beate Großmann-Hofmann, die langjährige Königsteiner Stadtarchivarin, und Ulrich Cannawurf aus Bad Homburg. Der Förderpreis des Saalburgpreises geht an eine Schülergruppe der Bischof-Neumann-Schule Königstein, die sich intensiv mit der Geschichte des Taunusklubs beschäftigt hat.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit den diesjährigen Preisträgern ein breites Spektrum historischen Arbeitens abdecken: Von der akademisch ausgebildeten Historikerin über den engagierten Laien bis hin zu Schülern, die sich mit lokalgeschichtlichen Themen beschäftigen. Die ausgezeichneten Arbeiten behandeln interessante Aspekte aus der Orts- und Regionalgeschichte im Taunus und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität in unserem Kreis“, sagte Landrat Ulrich Krebs im Vorfeld der Verleihung und würdigte das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger.

Im Rahmen der Preisverleihung im Römerkastell Saalburg wurde auch das neue Jahrbuch für das Jahr 2020 des Hochtaunuskreises vorgestellt. Der 28. Band in der Reihe befasst sich mit der Literatur und das aus gutem Grund. Das Jahr 2020 steht im Zeichen von Friedrich Hölderlins, der am 20. März 1770, also vor 250 Jahren, geboren wurde. So gelten dem Lyriker, der Homburg in ganz besonderer Weise verbunden ist, denn auch gleich die ersten Beiträge des Jahrbuchs: seinem Leben am Landgrafenhof, der Rezeption seines dichterischen Werks und auch seinem Nachruhm. Dieser findet bis heute Ausdruck in der jährlichen Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg. Was die Verleihung dieser Auszeichnung für einen jungen Schriftsteller bedeuten kann, beschreibt in berührender Weise Arno Geiger in seinem Beitrag zum Jahrbuch. „First cut ist the deepest“.

Zahlreiche Schriftsteller ließen sich vom „grünen Taunus, dem märchenreichen“ – wie Heimito von Doderer so schön formulierte - bis in die Gegenwart hinein inspirieren. Im neuen Jahrbuch-Band geht es um Mythenbildung am Feldberg und einen Komödienschreiber im Sanatorium, um einen Weltliteraten in Kinderschuhen, einen Romancier in Wehrmachtsuniform, einen Oberurseler Tausendsassa - und Eva Demski, die das Kulturengagement auf dem Lande lobt.

Überhaupt, das Dorf im Taunus: Hier wurde das Lesen mit der Uhr gelernt, hier hat man sich in Lesevereinen zusammengefunden, von hier ist aber auch mancher ausgewandert in die neue Welt, um es dort zum erfolgreichen Musiker oder Starschauspieler zu bringen.

Insgesamt haben 29 Autorinnen und Autoren am aktuellen Band des Jahrbuchs mitgearbeitet. 18 Beiträge widmen sich dem Fokusthema „Literatur“, hinzu kommen wie gewohnt weitere Aufsätze zu anderen Themen, auch diese nicht minder interessant und relevant für Kultur und Geschichte unserer Region.

Der Dank von Landrat Ulrich Krebs galt den Autoren und dem Societäts-Verlag, der auch diese Ausgabe in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur des Hochtaunuskreises erstellt hat.

Das Jahrbuch ist ab sofort zum Preis von 18 Euro im Buchhandel erhältlich, aber auch im BürgerInfoService des Landratsamtes, Haus 3, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe.

Jahrbuch Hochtaunuskreis 2020, 224 Seiten, Hardcover,  ISBN 978-3-95542-343-8