Rüsselsheimer Filmtage: Das Programm für 2026 steht
Die Diskussion um die Befugnisse der Satire ist gerade wieder hitzig geworden: Wie tief darf der Finger in klaffende Wunden gelegt werden und wo fangen Beleidigung oder der Aufruf zur Körperverletzung an? Diese Fragen werden auch bei den Rüsselsheimer Filmtagen am 19. und 20. Juni gestellt werden, wenn Cinema Concetta zum 33. mal ins Theater der Stadt einlädt. 15 Produktionen kündigt der Veranstalter an, sie haben Laufzeiten zwischen 1,5 und knapp 20 Minuten, die gesamt Spielzeit liegt bei etwas mehr als drei Stunden.
Das Spektrum ist wie immer äußerst vielfältig. „Wir haben unter anderem Sozialdramen auf einer Geburtstagsfeier, eine Betrachtung zur finalen Beendigung des Klimawandels und beleuchten die unterschiedlichen Führungsstile einer Schulleitung, wenn sie von einer Schildkröte, drei Schülern und letztlich einer Künstlichen Intelligenz übernommen wird“, sagt Doris Andörfer, Vorsitzende des Fördervereins, der das Satirefestival im Auftrag der Cinema Concetta Filmförderung organisiert. Außerdem sei der Anteil von Animationsfilmen in diesem Jahr deutlich höher als in der Vergangenheit, heißt es.
Zum wiederholten Mal sind die Rüsselsheimer Filmtage wichtiger Bestandteil des Kultursommers Südhessen. Das Programm 2026 läuft am Freitag, 19. Juni ab 19 Uhr als „Filme Pur“ im Theater, am Samstag, 20. Juni startet es bereits um 17 Uhr, dann sind die Filmemacherinnen und Filmemacher persönlich anwesend und stellen sich auf der Bühne den Fragen von Philipp Engel, der nach einer Auszeit im vergangenen Jahr, die Moderation auf vielfachen Wunsch 2026 wieder übernimmt. Am Samstag bietet das Festival neben cineastischem Hochgenuss auch vielfältige Verpflegungsmöglichkeiten im eigens hierfür errichteten Biergarten auf dem Theatervorplatz. In den Pausen spielen Anke Schimpf und Stefan Kowollik ihren sanften Jazz als Untermalung.
Wie immer entscheiden die Besucher, wer den Hauptpreis der Cinema Concetta Filmförderung in Höhe von 5000 Euro erhält. Der zweite Rang wird mit 2000 Euro von den Stadtwerken Rüsselsheim belohnt, dem Drittplazierten winken 1000 Euro vom Bündnis „Stark für Rüsselsheim“. Die Siegerehrung wird gegen 23 Uhr auf der Bühne des großen Hauses zu sehen sein. Ziemlich sicher ist, dass der eine oder andere Name in nächster Zeit im Abspann diverser TV-Krimis und Fernsehfilme zu sehen sein wird. Rüsselsheim war für viele Preisträger der Start in eine cineastische Karriere, so etwa für Thomas Stellmach und Florian Henkel von Donnersmarck, die kurze Zeit später in Hollywood mit einem Oscar geehrt wurden.
Der Vorverkauf für die 33. Rüsselsheimer Filmtage hat bereits begonnen, die Eintrittskarten kosten für Freitag, den 19. Juni, 17 (ermäßigt 13) Euro, für den Samstag, 20. Juni, 20 (ermäßigt 15,75) Euro. Gebucht werden können die Tickets über die Homepage der Cinema Concetta Filmförderung oder die Internetseite des Theaters Rüsselsheim. Wie immer endet das Festival mit einer After-Show-Party in der Rüsselsheimer Kulturgaststätte Rind.
https://satirische-kurzfilme.de/
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