Rosenserenade im Gesellschaftshaus des Palmengartens am 14. Juni
Preview der Rosenschau zu Ehren von Heinrich Siesmayer
Farben, Düfte, Klänge: Ein Abend für alle Sinne erwartet die Besucher des Palmengartens am Mittwoch, 14. Juni 2017. Anlässlich der großen Rosen-Ausstellung laden der Palmengarten und die Alte Oper Frankfurt zur Preview vor der offiziellen Ausstellungseröffnung in Kombination mit einem Konzert ein und knüpfen mit dieser „Rosenserenade“ an die erfolgreiche Premiere ihrer Zusammenarbeit vor zwei Jahren an.
Um 19.00 Uhr beginnt im Festsaal des Gesellschaftshauses der Kammermusikabend. Die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und der Pianist Martin Helmchen spielen Werke von Beethoven, Schubert und Strawinsky. Das Konzert ist eine Hommage an eine wichtige Frankfurter Persönlichkeit: Vor 200 Jahren wurde der Gärtner und Gartenarchitekt Heinrich Siesmayer geboren. Hunderte von Garten- und Parkanlagen soll Siesmayer in der Rhein- Main-Region entworfen und realisiert haben – bekannt aber wurde er vor allem durch den Frankfurter Palmengarten, mit dem er seine Vision eines „Südpalasts“ mit einem Gesellschaftshaus für tropische Pflanzen realisierte und der seit dem Tag seiner Eröffnung im März 1871 ein Publikumsmagnet ist, nicht nur für Frankfurter.
Sie sind Partner nicht nur im Leben, sondern auch auf dem Podium: Die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und der Pianist Martin Helmchen bilden ein bestens aufeinander eingespieltes Duo, das regelmäßig in den großen Konzertsälen etwa von Amsterdam, Barcelona, Berlin, Florenz, London, Mailand, Paris, Wien, New York oder Tokio auftritt. Auch in der Alten Oper wurden sie bereits vor vier Jahren für einen exquisiten gemeinsamen Kammermusikabend gefeiert. Eigens für die Rosenserenade haben die beiden in Berlin lebenden Musiker ein ebenso unterhaltsames wie anspruchsvolles Programm zusammengestellt. In dessen Zentrum steht Franz Schuberts Sonate a-Moll D 821, die so genannte „Arpeggione-Sonate“, benannt nach einem heute in Vergessenheit geratenen Instrument, das die Eigenschaften von Gitarre und Violoncello miteinander kombinierte. Doch ob auf dem Arpeggione oder in der Fassung für Cello und Klavier: Die Sonate ist ein Virtuosenstück, sie zeigt aber gleichzeitig, vor allem im lyrischen zweiten Satz, den Liedkomponisten Schubert mit Gespür für weite Melodiebögen. Eingefasst wird die Arpeggione-Sonate durch zwei Variationswerke Ludwig van Beethovens über Melodien aus Mozarts Zauberflöte für Violoncello und Klavier – zum einen über die Arie des Papageno „Ein Mädchen oder Weibchen“, zum anderen über das Duett von Papageno und Papagena „Bei Männern, welche Liebe fühlen“. Den Abschluss bildet Igor Strawinskys Suite Italienne von 1932, für die der Komponist fünf Sätze aus seinem Pulcinella-Ballett für Cello und Klavier bearbeitete.
Für die Besucher der „Rosenserenade“ öffnet der Palmengarten in der verlängerten Pause und nach dem Konzert exklusiv die Rosenausstellung. Der Königin der Blumen widmet der Palmengarten alljährlich seine aufwändigste Blumenschau, in diesem Jahr vom 15. bis zum 18. Juni. Zu Ehren von Heinrich Siesmayer wird das Gestaltungsteam des Palmengartens diesmal die Beete und Gestecke nach Vorbildern aus dem 19. Jahrhundert gestalten. So können die Besucher der Rosenserenade am Vorabend der Eröffnung der Ausstellung eine stimmige Mischung von virtuosen Klängen im Festsaal und farbenfroher Blumenpracht wie zu Lebzeiten des Palmengartengründers in den Galerien genießen.
Veranstalter: Palmengarten Frankfurt und Alte Oper Frankfurt
€ 15,- / 28,- / 34,- / 39,- (Endpreise). Tickethotline: (069) 13 40 400
Weitere Artikel aus der Kategorie: