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Letzte Aktualisierung: 29.05.2024

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Rockiger Sound begeistert Fans

Alphaville gastierte im Bad Vilbeler Kongresszentrum

von Michael Hoerskens

(06.05.2024) Ein spektakuläres Konzert erlebten die Besucher in dem Bad Vilbeler Kongresszentrum „Vilco“: Die Gruppe Alphaville präsentierte einen bunten Reigen von altbekannten und neuen Songs. Die rund 1000 Fans waren begeistert.

Die Band Alphaville präsentierte in der Quellenstadt neue und altbekannte Songs
Foto: Hörskens
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Natürlich durfte das bekannteste Lied der Band nicht fehlen. Es war der Höhepunkt des Auftritts, als die Band „Forever young“ gegen Ende spielte. Ein Evergreen aus den Anfangszeiten der Band vor 40 Jahren, der noch heute große Begeisterung hervorruft. Bei vielen Menschen im Publikum keimten Erinnerungen an längst vergangene Tage, gar an die Jugendzeit auf. Leuchtstäbe und Handy-Taschenlampen begleiteten die Hymne, Pärchen umarmten sich innig. Noch immer löst Forever young Emotionen aus. Und wird bei Klassentreffen oder Geburtstagen der reiferen Generation gerne gespielt.

Es waren vor allem die altbekannten Klassiker, mit denen Alphaville für „Good Vibrations“ im Saal für Stimmung sorgten. Und die waren hervorragend aufgepeppt: „Big in Japan“ oder „Sounds like a melody“ intonierte die Band in etwas neuem Gewand, der Sound kam rockiger als die Urversion von vier Jahrzehnten rüber. Und das Publikum begann, ausgelassen zu tanzen.  „Das waren Hits in meiner damaligen Disco-Zeit“, freute sich Christine aus Frankfurt.

Doch auch die neueren Songs kamen an, sie zeigten eine deutliche Weiterentwicklung der Band, die sich ihren Namen Alphaville bei ihrer Gründung 1984 einem gleichnamigen Film von Jean-Luc Godard entnahm. Mehr Rock als Synthie-Pop von einst, alles instrumental fetziger angelegt. Sänger Marian Gold hat noch immer ein kräftiges Stimmvolumen, Keyboarder Carsten Brocker bewies, dass er alle Register am Keyboard beherrscht, viel Drive lieferte Bassistin Alexandra Merl und Jakob Kiersch komplettierte am Schlagzeug den dynamischen Sound. Da musste sich Gitarrist David Goodes, der mit virtuosen Spiel ebenfalls überzeugte, manchmal der Naturgewalt der beiden letzteren beugen.

Die musikalischen Fortschritte von Alphaville zeigen sich etwa durch Songs wie „Monkey in the moon“ aus dem Album Salvation, oder Arrangements der jüngsten Alben „Strange Attractor“ von 2017 oder „Eternally  yours“ aus dem Jahr 2022. Doch es sind nicht nur die toll gestrickten Melodien, auch lyrische und nachdenkliche Texte wie „Jerusalem“ kommen immer noch an, hier wurde es ruhiger im Saal. Erst nach Zugaben ließ das beseelte Publikum mit viel Applaus die Band nach zwei Stunden in den wohlverdienten Feierabend.