RMV erhöht Preise – Frankfurt schützt Kinder und Gelegenheitsfahrer
Das Deutschland-Ticket verändert den Nahverkehr: Ab dem 1. Januar 2026 passt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sein Fahrkartensortiment und die Preise an. Während viele Tarife entfallen und die Preise im Schnitt um 4,75 Prozent steigen, setzt die Stadt Frankfurt ein klares Zeichen für soziale Mobilität – und übernimmt die Mehrkosten für bestimmte Tickets.
Tarifreform im RMV: Weniger Vielfalt, höhere Preise
Durch die starke Nachfrage nach dem Deutschland-Ticket werden zahlreiche RMV-Fahrkarten kaum noch genutzt. Zum Jahreswechsel entfallen daher unter anderem die 9-Uhr-Monats- und Jahreskarten sowie die 65-Plus-Monatskarte. Auch einige Firmen- und Ergänzungskarten werden gestrichen. Gleichzeitig steigen die Preise im gesamten Verbundgebiet – begründet mit höheren Kosten für Energie, Löhne und Infrastruktur.
Frankfurt übernimmt Verantwortung
Die Stadt Frankfurt gleicht die Preiserhöhung für bestimmte Tickets aus: Kinderfahrkarten bleiben unverändert günstig – 1,55 Euro für die Einzelfahrt, 1 Euro für die Kurzstrecke, 3 Euro für die Tageskarte. Auch die Einzelfahrkarten und Kurzstrecken für Erwachsene werden für ein Jahr eingefroren (3,80 Euro bzw. 2,35 Euro). Die Stadt übernimmt die Differenz zum regulären RMV-Tarif.
Oberbürgermeister Mike Josef betont: „Bus und Bahn müssen bezahlbar bleiben, auch für Familien.“ Die Maßnahme soll Gelegenheitsfahrer zum Umstieg auf den ÖPNV motivieren und Eltern entlasten. Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert ergänzt: „Faire Preise sind die Grundlage für eine breite Akzeptanz des Nahverkehrs.“ (rmv/ffm)