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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Risiko „Offenes Bein“

Was die Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen rät

von Norbert Dörholt

(25.06.2020) Das offene Bein (Ulcus cruris) ist die stärkste Form der Venenschwäche und geht mit tiefen, meist schlecht heilenden Wunden im Gewebe des Unterschenkels einher. Wie es entsteht und was man dagegen tun kann erklärt die Vizepräsidentin des 11.000 Mitglieder zählenden Bundesverbands für Patienten- und Versicherteninteressen „Das PatientenForum“ e.V. in Mainz, Mechtild Pfeiffer-Krahl, im neuesten Infoblatt „Aufgepasst & Hergehört“.

Die Vizepräsidentin des Bundesverbands für Patienten- und Versicherteninteressen Mechtild Pfeiffer Krahl rät, schon beim geringsten Verdacht schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.
Foto: Pressestelle "Das PatientenForum" e.V.
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„Wer unter einer chronisch-venösen Insuffizienz (Venenschwäche) leidet, lebt mit dem erhöhten Risiko eines offenen Beines als Begleiterscheinung dieser Erkrankung“ schreibt Pfeiffer-Krahl dort. Vor allem Menschen jenseits des siebzigsten Lebensjahres seien davon betroffen. Pfeiffer-Krahl bezieht sich bei ihren Erläuterungen auf Informationen der Deutschen Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e.V. und führt weiter dazu aus:

„Wenn die Beinvenen das Blut in den Geweben nicht mehr richtig zum Herzen zurücktransportieren können, z.B. als Folge einer tiefen Bein-Venen-Thrombose oder einem schweren Krampfaderleiden, kann es über die chronische Stauung im Bein langfristig zu schmerzhaften, offenen Wunden kommen. Als deutlichstes Symptom dieser Erkrankung gilt die Entstehung einer tiefen Wunde, die nicht wie andere Verletzungen von selbst wieder verheilt. Diese Blessuren durchdringen mehrere Hautschichten und können in schweren Fällen – das heißt bei Nichtbehandlung über mehrere Jahre – sogar bis auf die Knochen vordringen.“

Frühzeitiger Hinweis darauf sei die Verhärtung der Haut an betroffenen Stellen, die darauf schließen ließen, dass das Gewebe bereits Schaden genommen habe. Pfeiffer-Krahl: „Sollte der Verdacht auf ein Ulcus cruris auftreten, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch Ultraschall die Struktur der Gefäße und den Blutfluss beurteilen und erkennen, ob es sich um ein Problem der Arterien (Durchblutung) oder der Venen (Krampfaderleiden) handelt.“

Werde die Erkrankung dadurch frühzeitig erkannt, könne durch die Behandlung Schlimmeres verhindert und sogar die vollständige Heilung erreicht werden. Aber auch durch viel Bewegung und die richtigen Übungen könnten die Venen trainiert und dadurch schweren Verläufen entgegengewirkt werden.