Richtschnur für das Handeln
Frankfurts Bürgermeister Becker feiert zehnjähriges Jubiläum als Kirchendezernent
Frankfurt am Main ist eine internationale Stadt, in der 160 Gemeinden und Gemeinschaften aller Weltreligionen vertreten sind. Rund 40 Prozent der Frankfurter sind christlichen Glaubens. „Frankfurt ist eine internationale und interreligiöse Stadt. Die Rolle der Religionen in der Gesellschaft hat sich gewandelt. Viele Bürger wissen nur wenig über diese Religionen. Daher ist es mir ein Anliegen, den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zu fördern, Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und Verständnis füreinander zu schaffen. Aus diesem Grund biete ich regelmäßige interreligiöse Kirchenrundgänge für die Frankfurter Bürger an“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker.
„Besonders in unserer heutigen Zeit ist der gegenseitige Austausch der Religionen wichtig. Den Religionen und Kirchen als deren Träger fällt eine sinn- und wertstiftende Rolle zu. Sie nehmen in unserer Stadt eine moralische Instanz, eine Wächterfunktion wahr. Sie leisten viel für das Gemeinwohl und agieren als dessen gleichberechtigter Partner auf Augenhöhe. Das friedliche Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionen macht das besondere unserer Stadt aus. Wie wertvoll dies für unsere Gesellschaft ist, wird vor dem Hintergrund unserer Geschichte deutlich“, so Becker.
„Religion und Glaube spielen für mich eine wichtige Rolle, gerade weil sie das Hier und Jetzt in einen größeren Zusammenhang stellen und damit Verantwortung betonen und die Liebe als Richtschnur für das Handeln der Menschen beschreiben“, sagt Becker. Umso mehr freut es ihn, dass die ARD das Thema „Glauben“ im Reformationsjahr in den Mittelpunkt ihrer Themenwoche vom 11. bis zum 17. Juni stellt. „Die Reformation hat uns gezeigt, dass es wichtig ist, für seine Überzeugungen einzustehen, dass Engagement und Handeln belohnt werden. Die Reformation hat eine religiöse Bildung für alle ermöglicht und unsere Gesellschaft sowie den Dialog der Religionen vorangebracht, hierfür sollten wir dankbar sein. Die Förderung des Dialoges sollte auch in der heutigen Zeit noch unser Ziel sein, denn nur durch den Dialog kann tiefes Vertrauen entstehen. Das Festjahr bietet eine gute Gelegenheit, sich dessen bewusst zu werden.“
Hauptaufgabe des Kirchendezernenten ist die Bauunterhaltung für die acht Dotationskirchen der Stadt Frankfurt. Hauptprojekte in der bisherigen Amtszeit von Bürgermeister Becker waren die komplette Sanierung der Natursteinfassade des Domturmes bis 2010, aktuell die Erneuerung der Dacheindeckung der Domdächer sowie eine umfassende Innenrenovierung in der Liebfrauenkirche. Des Weiteren die seit 2011 laufenden Sanierungsarbeiten im Inneren der St. Leonhardskirche. Bürgermeister und Kirchendezernent Becker freut sich über die Fortschritte bei den Kirchensanierungen: „Die Kirchen brauchen einen festen Platz in der Mitte unserer Stadt und unserer Gesellschaft. Wir müssen die Dotationskirchen auch für unsere Nachwelt erhalten, dies ist unsere Aufgabe.“
Becker ist es zudem ein wichtiges Anliegen, den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zu fördern. „Dieser Austausch ist unabdingbar für ein friedliches Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften in unserer Stadt. Dies müssen wir uns bewahren, denn es ist ein bedeutender Aspekt, der unsere Stadt so liebenswert und einzigartig macht.“ Auch in den kommenden Jahren will Becker sich diesem Austausch daher besonders widmen.
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