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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Rheingau zu Gast in der Freßgass

Ein Ausnahmejahrgang wartet im Rheingauer Weingarten

von Ilse Romahn

(03.09.2020) Bis bis Dienstag, 15. September, können Weinliebhaber ganz traditionell in der Freßgass Rheingauer Weine genießen. Zwar ist die Durchführung des klassischen Rheingauer Weinmarktes aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich, aber dennoch müssen Rieslingfans und Freunde anderer Rebsorten auch in diesem Jahr nicht ganz auf ihre Lieblingsweingüter aus dem Rheingau verzichten.

Mit dem Rheingauer Weingarten haben die Tourismus+Congress GmbH und der Rheingauer Weinbauverband eine Alternative geschaffen, die mit entsprechenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen ein klein wenig Weinmarktflair in die Freßgass bringt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann, die Frankfurter Weinkönigin Greta Brodrück und weitere Weinköniginnen aus dem Rheingau unternehmen zum Auftakt des Rheingauer Weingartens eine gemeinsame Schifffahrt auf dem Main und werden den Weinstand in der Freßgass besuchen. „Ich freue mich, dass die Frankfurterinnen und Frankfurter auch in diesem schwierigen Jahr die wunderbaren Weine des Rheingaus in der Freßgass verkosten können“, sagt Feldmann.

Neben einem vielfältigen Weinangebot steht besonders der Jahrgang 2019, der besondere Qualitäten hervorbringt, im Fokus des Angebotes. Denn einem warmen Mai folgte eine sehr frühe Rebblüte und danach ein enorm heißer und trockener Sommer. Für die Trauben bedeutete dies optimale Reifebedingungen. „Die 2019er Weißweine präsentieren sich sehr aromatisch mit einer angenehm frischen Fruchtsäure“, erklärt der Rheingauer Weinbaupräsident Peter Seyffardt.

Gerne wären alle teilnehmenden Winzer des beliebten Weinfestes nach Frankfurt in die Freßgass gekommen. Durch die Hygieneauflagen erhielten nur sieben Weingüter die Möglichkeit, in einem kleinen Rahmen Frankfurt mit Rheingauer Wein zu bereichern. Die Weingüter präsentieren aber die ganze Vielfalt des Rheingaus. Mit Weinen aus dem oberen Rheingau besticht das Weingut der Stadt Frankfurt, das am Dienstag, 2. September, den Auftakt macht. Der obere Rheingau ist besonders bekannt für seine kalkhaltigen Böden und seine mineralischen Weine. Mit edlen Tropfen aus dem mittleren Rheingau überzeugen die Weingüter M. Bickelmaier, Barth, Schüler-Katz, Baron Knyphausen und Jung-Dahlen. Die Weine aus dem mittleren Rheingau sind körperreich und für ihre Frucht und rassige Säure bekannt. Aus dem unteren Rheingau bringt das Weingut Wurm seine Produkte mit. Die Weine aus Lorch am Rhein haben eine große Eleganz mit viel Spiel und einer markanten Säure.

Der Rheingau zeichnet sich besonders für seinen Riesling aus. Auch als die Königin unter den Weißweinsorten bezeichnet, handelt es sich um eine langsam reifende Rebsorte, deren prägendes Element die fruchtige Säure ist. Er besticht durch seinen Duft nach Pfirsich oder Apfel und eignet sich besonders als Speisebegleiter oder lässt sich ganz entspannt auf der Terrasse genießen. Eine Auswahl der zahlreichen Variationen von trocken bis fruchtig süß stellen die Rheingauer Winzer vor. Daneben haben sie noch einige Burgundersorten im Sortiment. Vorbeikommen lohnt sich. Ausgeschenkt wird jeden Tag zwischen 11 Uhr und 21.30 Uhr.

Wer es nicht zum Weinstand schafft, kann mit dem Vinothekenführer die ausgezeichneten Vinotheken im Rheingau besuchen kommen. 31 einzigartige Vinotheken vom Hochheim am Main bis Lorch am Rhein wurden 2019 zertifiziert und laden zum unkomplizierten Weingenuss ein. Auch geführte Touren mit den Kultur- und Weinbotschaften zu einer Auswahl an diesen ausgezeichneten Vinotheken ab Frankfurt, Mainz oder Wiesbaden werden regelmäßig angeboten. Weitere Informationen dazu gibt es unter http://wwwrheingau.com/vinotheken im Internet.

Der Weinstand „Rheingauer Weingarten“ wird am Brunnen in der Freßgass aufgebaut. Besucher, die sich im Weingarten aufhalten, müssen zur möglichen Nachverfolgung ihre Kontaktdaten hinterlegen. Der Verzehr ist nur im abgezäunten Bereich möglich. Es gelten die bekannten Hygiene- und Schutzmaßnahmen wie Abstand halten und maximal zehn Personen pro Tisch. Möglichkeiten zur Handdesinfektion stehen zur Verfügung. (ffm)