Nachrichten

Religionsunterricht in neuer Form

Bildung und Zusammenhalt in Hessen sollen gestärkt werden

Hessen führt zum neuen Schuljahr 2026/2027 die Möglichkeit des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts für Schulen ein. Dazu erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Christian Wendel: „Mit der Möglichkeit, zukünftig auch einen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht anzubieten, geht Hessen einen wichtigen und zukunftsweisenden Schritt. Die Vereinbarung zwischen dem Land sowie der evangelischen und katholischen Kirche zeigt eindrucksvoll, dass es gelingt, Bewährtes zu erhalten und zugleich auf die veränderte Lebenswirklichkeit junger Menschen zu reagieren.

Religionsunterricht vermittelt Werte, Orientierung und Verantwortung. Er stärkt die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und leistet einen wichtigen Beitrag zu Dialogfähigkeit, gegenseitigem Respekt und gesellschaftlichem Zusammenhalt. "Dass Schülerinnen und Schüler künftig gemeinsam lernen und dabei sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der christlichen Konfessionen kennenlernen, ist ein großer Gewinn", sagte Wendel.

Besonders wichtig sei dabei, dass der Religionsunterricht auch künftig ein ordentliches Lehrfach bleibe und sein konfessionelles Profil bewahre. Die konfessionell-kooperative Form erweitere das bestehende Angebot sinnvoll, ohne die jeweilige Identität aufzugeben. Vielmehr mache sie den Dialog zwischen den Konfessionen erlebbar und stärkt damit sowohl die religiöse Bildung als auch das Verständnis füreinander.

Wendel: "Die bedarfsorientierte Einführung und die wissenschaftliche Begleitung bis 2030 schaffen zugleich die Grundlage dafür, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und den Religionsunterricht kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das ist eine gute Nachricht für unsere Schulen, für die Kirchen und vor allem für die Schülerinnen und Schüler in Hessen.“