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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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Reisen 2021: Diese Fernzüge fahren im Sommer

von Bernd Bauschmann

(03.05.2021) Wegen der Corona-Pandemie war 2020 für viele Deutsche kein Reisejahr. Auch 2021 läuft alles andere als vielversprechend an.

Symbolfoto
Foto: Pixabay / MichaelGaida
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Noch immer schränkt die Krise die Urlaubspläne ein. Mehr als zehn Prozent gaben in einer Umfrage von YouGov an, in diesem Jahr bereits eine geplante Reise verschoben oder abgesagt zu haben. Im Sommer wird alles anders – das bleibt zumindest zu hoffen. Trotz bisheriger Milliardenverluste gibt sich auch die Deutsche Bahn hinsichtlich geplanter Zugreisen ab den Sommermonaten hoffnungsvoll. Sobald Lockdown und Reisebeschränkungen aufgehoben werden, wird das Angebot sogar größer sein als in den vergangenen Jahren. Spannende Verbindungen in ganz Europa sind geplant.

Zugreisen während Corona?
Im derzeitigen Lockdown liegen touristische Reisen brach. Aktuell verreisen die meisten Menschen höchstens aus beruflichen Gründen. Schon Anfang des Jahres hat sich aufgrund der Krise ein neuer Reisetrend angekündigt: der Arbeitsurlaub. Sogar aktuell ist Arbeit im Fernoffice theoretisch möglich. Bei Zielen innerhalb Europas entscheiden sich zahlreiche Deutsche aus Gründen des Klimaschutzes nicht für das Flugzeug, sondern Busse oder Fernzüge. Dank Sondertarifen kann man für Zugreisen innerhalb Deutschlands und Europas preiswert flexible Tickets buchen und auch die Reiseziele werden trotz der Krise vielfältiger. Im vergangenen Jahr gab es nur wenige Nachtzugverbindungen. 2021 soll sich daran etwas ändern.

1. Neue innereuropäische Nachtzüge der Deutschen Bahn
Gemeinsam mit Anbietern wie der Österreichischen Bundesbahn bringt die Deutsche Bahn in diesem Jahr den Trans-Europ-Express 2.0 an den Start. Dahinter verbergen sich grenzüberschreitende Nachtzüge für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Die Verbindungen Zürich–Köln–Amsterdam und Wien–München–Paris sollen bereits im Dezember starten. Über lange Zeit waren grenzüberschreitende Zugverbindungen zwischen europäischen Städten Eurocity-Zügen vorbehalten. Seit 2016 hatte die Deutsche Bahn das Nachtzug-Angebot an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) abgegeben.

2. Ab Juli im Nachtzug nach Rügen, Basel und Verona
Von Basel über Rügen bis nach Verona: Jeden Freitag sollen zwischen Juli und August Nachtzüge mit diesen Haltestellen verfügbar sein. Zu den Stopps gehören neben Frankfurt die Stationen Freiburg, Hamburg und Stralsund. Auch in Hannover, München und Fulda sollen die Züge halten.

3. Privatabteil im Alpen-Sylt Nachtexpress
Der Alpen-Sylt Nachtexpress nimmt ab diesem Jahr eine neue Verbindung auf. Von Konstanz am Bodensee soll der Zug über Haltestellen wie Ludwigsburg, Frankfurt, Darmstadt, Hamburg und Hannover bis Westerland fahren. Wegen der Pandemie buchen Reisende je ein Privatabteil.

Reisebeschränkungen beachten
Trotz der ambitionierten Pläne hinsichtlich neuer Nachtzugverbindungen sind Reisevorhaben in der Pandemie mit Unsicherheiten verbunden. Über etwaige Reisebeschränkungen und Empfehlungen des Auswärtigen Amtes sollten sich Reisende kurz vor ihrem Aufbruch erkundigen. In der Krise können sich Ein- und Ausreisebedingungen rasant verändern. Neben Quarantäne-Regelungen sind Anforderungen wie PCR-Tests zu beachten. Auch die spezifischen Vorgaben während eines Aufenthalts innerhalb einzelner Länder können sich unterscheiden und kurzfristig abwandeln. Auf Zugreisen selbst gilt es teils Spezial-Regeln zu befolgen. Board-Bistros sind seit der Krise beispielsweise weitestgehend geschlossen. Auf kürzeren Zugreisen sind auch selbst mitgebrachte Lebensmittel und Getränke aktuell nicht allzu gerne gesehen. Deutschlandweit gilt in allen Zügen Maskenpflicht.