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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Regionalpark ScienceTours erhalten Auszeichnung

von Adolf Albus

(02.12.2019) Die Regionalpark ScienceTours bieten an außerschulischen Lernorten im Regionalpark aufregende Wissensabenteuer und spannende Einblicke in Wissenschaft und Forschung. Von diesem gemeinsamen Bildungsprojekt des Regionalpark RheinMain und der Goethe-Universität Frankfurt am Main konnten in den vergangenen vier Jahren bereits mehr als 80 Lerngruppen mit über 1700 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7-10 profitieren.

Durch die Kooperation vereinen die Regionalpark ScienceTours besondere Stadtlandschaften mit wissenschaftlicher Expertise. Ziel sei es, „bei den Schülern nachhaltige Lernprozesse anzustoßen und einen Zugang zur Rhein-Main-Region und Wissenschaft zu ermöglichen“, so die Vertreter beider Kooperationspartner Kjell Schmidt, Geschäftsführer des Regionalparks und Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter der Abteilung PR&Kommunikation der Goethe Universität Frankfurt. Finanzielle Förderer dieses Projekts sind die Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region und der Regionalverband FrankfurtRheinMain.

In insgesamt drei verschiedenen Touren werden im Sinne eines Projekttages die Themen Biodiversität, Klima und Mobilität an unterschiedlichen außerschulischen Lernorten behandelt. Im Fokus der Touren stehen dabei die Auseinandersetzung mit verschiedenen Öko-Systemen und die Frage, wie anthropogene Einflüsse sich auf die lokale Biodiversität und unsere Gesundheit auswirken können. Diese außerschulischen Lernorte bieten den Schülerinnen und Schülern neue Lernerfahrungen und andere Formen der Ergebnissicherung als im Klassenzimmer.

Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt
Die Regionalpark ScienceTours dürfen sich nun für die nächsten zwei Jahre offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt nennen. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet. Gleichzeitig zeigen diese Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltige Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen.

Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreter/innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind. Die UN-Dekade Fachjury tagt zweimal im Jahr. Zur Beteiligung am Wettbewerb bestehen keine Fristen. Eine Bewerbung als UN-Dekade-Projekt erfolgt online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.undekade-biologischevielfalt.de.

„Wenn wir uns für den Schutz der biologischen Vielfalt einsetzen, so erhalten wir schlicht unsere natürliche Lebensgrundlage. Kein Leben auf dieser Welt würde existieren ohne etwa die Arbeit von Bienen und anderen bestäubenden Insekten oder die Leistung vieler unterschiedlicher Baum- und Pflanzenarten als CO2-Speicher. Umfassendes Wissen über die Artenvielfalt hier in Hessen vermitteln die ‚Regionalpark ScienceTours‘ den Schülerinnen und Schülern aus der Region und darüber hinaus. Ein hervorragendes Angebot, das nun auch Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt geworden ist. Ich freue mich sehr, dass ich die Auszeichnung heute an die Verantwortlichen überreichen darf“, sagte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, der auch Vorstandsmitglied der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region ist.

Auch Frau Dr. Kirsten Schröder-Goga vom Regionalverband FrankfurtRheinMain freut sich über die Auszeichnung und ist überzeugt, mit der finanziellen Unterstützung einen wichtigen Beitrag zu leisten, die Region nicht nur als lebenswert darzustellen, sondern sie für Bildungsprozesse nachfolgender Generationen nutzbar und interessant zu machen.

Im Rahmen der Veranstaltung kamen auch die Schülerinnen und Schüler zu Wort. Eine Projektgruppe der IGS Wallrabenstein widmete sich nach dem Besuch einer Mobilitätstour in den vergangenen Wochen intensiv möglichen zukünftigen Verkehrskonzepten für Siedlungen. Die Ergebnisse und Visionen konnte die Gruppe im Regionalpark Portal präsentieren. Auch hier wurde abschließend deutlich, im gemeinsamen generationenübergreifenden Austausch werden nicht nur Probleme fixiert, sondern auch Horizonte erweitert.