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Regen auf Mallorca: Sieben Indoor-Erlebnisse, die den Urlaub retten

Mallorca steht für Sonne, Strand und mediterrane Leichtigkeit. Doch wer im Frühjahr, Herbst oder gar im Hochsommer ein paar Tage auf der Insel verbringt, erlebt auch Regenschauer oder Hitzetage, an denen der Strand zur Zumutung wird.

Symbolfoto
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Foto: Pixabay / Mariya Muschard
Das Tropfsteinhöhlensystem bei Porto Cristo
Das Tropfsteinhöhlensystem bei Porto Cristo
Foto: Bernd Bauschmann

Die Insel verzeichnet zwar rund 300 Sonnentage im Jahr, doch April, Mai sowie Oktober und November bringen verlässlich nasse Phasen. Diese sieben Ziele halten dem Test stand – für Familien ebenso wie für Kulturinteressierte.

Coves del Drac: Mallorcas unterirdische Welt

Die Tropfsteinhöhlen bei Porto Cristo sind bei Regen die naheliegendste Wahl. Der Rundgang führt über rund 1.200 Meter durch Stalaktiten und unterirdische Seen. Höhepunkt ist ein Live-Konzert auf dem Llac Martel. Ganzjährig geöffnet, konstant rund 20 Grad. Tickets in der Hochsaison vorab buchen.

Palma Aquarium: Acht Lebensräume unter einem Dach

Wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt eines der größten Aquarien Europas. Das Palma Aquarium zeigt rund 8.000 Tiere aus etwa 700 Arten, verteilt auf acht thematische Bereiche: Mittelmeer-Habitate, tropische Korallenriffe, einen Quallenkreis und das Big Blue, das mit 8,5 Metern Tiefe als tiefstes Haibecken Europas gilt. Interaktive Experience Labs entlang des Rundgangs und die Projekte der Stiftung Palma Aquarium – die ein Rettungszentrum für Meerestiere der Balearen betreibt – machen aus dem Besuch zugleich eine kleine Lektion in Meeresschutz. Wer mehr Zeit mitbringt, kann an Tauchgängen mit Sandtigerhaien oder Schnorchelausflügen mit Rochen teilnehmen. Der Rundgang dauert zwei bis vier Stunden – Kinder unter 3 Jahren (0 bis 2 Jahre) haben freien Eintritt.

Castell de Bellver: Die runde Festung über Palma

Eine der wenigen kreisrunden Burgen Europas, im 14. Jahrhundert für König Jakob II. erbaut, beherbergt heute das stadthistorische Museum. Die Innenhöfe sind teils überdacht, die Sicht über die Bucht bleibt auch bei Wolken eindrucksvoll.

La Seu: Die Kathedrale, die Gaudí mitprägte

Die Kathedrale Santa Maria dominiert Palmas Silhouette seit dem 13. Jahrhundert. Innen verbinden sich gotische Bauformen mit Eingriffen Antoni Gaudís. Eindrucksvoll ist die Rosette mit über 1.200 farbigen Glassegmenten – die größte ihrer Art weltweit. Gerade bei wechselhaftem Wetter wirkt das Licht besonders spannend.

Mercat de l'Olivar: Markt und Mittagessen unter einem Dach

Die zweistöckige Markthalle im Zentrum vereint rund 100 Stände mit Fischtheken, Käsereien und Tapas-Bars. Hier kaufen auch Einheimische ein, was Preise und Qualität prägt. Empfehlenswert: ein spätes Mittagessen direkt an einer Bar, mit gegrilltem Fisch und mallorquinischem Weißwein.

Es Baluard: Moderne Kunst in einer Bastion

Das Museum verbindet ein restauriertes Renaissance-Bollwerk mit moderner Architektur und zeigt Werke von Picasso, Miró und Tàpies. Die Dachterrasse mit Hafenblick ist auch bei leichtem Regen geöffnet.

Caixaforum Palma: Kostenfreie Kultur im Jugendstil-Bau

Der Kulturbau der Stiftung La Caixa liegt im historischen Gran Hotel von Lluís Domènech i Montaner. Eintritt kostenlos, mit Ausstellungen zu Fotografie, Architektur und Zeitgeschichte – ideal, um eine Stunde zwischen zwei Schauern zu überbrücken.

Fazit: Mallorca funktioniert auch ohne Sonne

Wer vorab zwei oder drei dieser Ziele einplant, verliert keinen Urlaubstag, sondern entdeckt eine Seite Mallorcas, die im Strandurlaub oft übersehen wird – kulturell tief, kulinarisch vielfältig und überraschend kinderfreundlich.