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Letzte Aktualisierung: 20.05.2022

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Randbemerkung: Kluge Frauen braucht das Land

von Ingeborg Fischer

(14.01.2022) Wenn man bedenkt, dass erst im November 1918 in Deutschland das Wahlrecht für Frauen beschlossen wurde, dass Frauen erst 1958 ein Bankkonto ohne Einwilligung ihres Ehegatten eröffnen durften und – man glaubt es kaum – tatsächlich erst 1977 ohne Erlaubnis ihres Mannes beruflich tätig sein konnten, dann könnten wir sagen: „In diesem unserem Land steht es mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau heutzutage gar nicht so schlecht?“

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Tatsächlich regierte eine Frau als Kanzlerin – Angela Merkel – von 2005 bis 2021 Deutschland. 8 der 17 Kabinettsmitglieder der neuen Regierung sind Frauen. Das zweithöchste Amt, nämlich das des Bundestagspräsidenten ist in der Hand einer Frau – Bärbel Bas. Wir haben nun nach Annemarie Renger und Rita Süßmuth wieder einmal eine Bundestagspräsidentin. Mit Aydan Özoguz, Claudia Roth, Petra Pau und  Yvonne Magwas hat sie vier Stellvertreterinnen und nur einen Mann (Wolfgang Kubicki) als Stellvertreter an ihrer Seite. Wow!!!!!

Das hört sich gut an. Oder. “Wir sind auf einem guten Weg, wenn auch gleicher Lohn für Mann und Frau und die Gleichberechtigung in  Gesellschaft und Familie längst nicht erreicht ist“.

Am 13. Februar wird nun das höchste Amt in unserem Staat vergeben. Der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin wird für eine Amtszeit von 5 Jahren gewählt werden. Frank-Walter Steinmeier, der das Amt schon eine Periode lang ausgeübt hat, steht wiederum zur Verfügung. Er ist ein Präsident, der durch große Würde, seiner großen Souveränität und seinem Fingerspitzengefühl sehr beliebt ist und auch international hohes Ansehen genießt.

Und obwohl darüber nachgedacht wurde, ob es nicht an der Zeit sei, eine Frau zu wählen für dieses höchste Amt, scheint nun eine Mehrheit in der Bundesversammlung gesichert zu sein, die sich für Frank-Walter Steinmeier entscheiden wird. Und das ist – so meine ich – gut und richtig. Denn es ist wichtig, dass Deutschland von einer Persönlichkeit, wie sie Steinmeier ist – das Geschlecht sollte da keine Rolle spielen - vertreten wird.

Fünf Jahre haben die Parteien dann Zeit, eine Frau zu finden, die dieses hohe Amt wahrnehmen könnte. Aber eine  P e r s ö n l i c h k e i t  mit Charakter und Autorität muss und soll es sein!