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Letzte Aktualisierung: 29.07.2021

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Randbemerkung: Der weite Weg ins Einkaufs-Center

von Ingeborg Fischer

(19.07.2021) Ich bin eine Frohnatur! Deshalb versuche ich, unter dem Motto vom legendären SGE-Trainer Dragoslav Stepanovic „Lebbe geht weider“ durchs Leben zu humpeln. Denn seit mich eine S-Bahn-Tür ohne Lichtschranke auf einen Bahnsteig katapultiert hat, kann ich nur noch mit einer Gehhilfe – man sag auch Krücke dazu – laufen.

Foto: Frankfurt-Live
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Doch die Wege sind oft weit. Und wenn man einen Parkplatz vor einem Einkaufs-Center oder in einer Tiefgarage sucht, der in der Nähe der Einkaufswagen und dem Eingang zum Center liegt, kommen einem die Tränen. Da gibt es Schwerstbehinderten-Parkplätze mit dem Rollstuhl-Symbol und Parkplätze „Mutter Kind“ oder korrekter „Eltern-Kind“. Einen Schwerstbehinderten-Ausweis besitze ich natürlich nicht, und die Zeiten, als meine Tochter oder die Enkelkinder noch klein waren, sind längst vorbei. Aber ich kann nur mit Krücke gehen! Mit Einkaufswagen fällt es dann schon leichter. In Tiefgaragen sind auch an exponierten Stellen „Frauenparkplätze“ markiert. Die darf ich nutzen. Aber humpelnde Männer mit Gehhilfe oder Rollator natürlich nicht!

Also: Warum kommt niemand auf den glorreichen Einfall, Parkplätze auch für gehbehinderte Menschen auszuweisen?  D a s  wäre doch eine tolle Idee, gelle!!