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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Rahmenkonzept für Paulskirchenfest 2023 vorgelegt

von Karl-Heinz Stier

(07.09.2022) Am 18. Mai 1848 versammelten sich in der Frankfurter Paulskirche die Mitglieder des ersten gesamtdeutschen Parlaments, um über eine freiheitliche Verfassung und die Bildung eines deutschen Nationalstaats zu beraten. Dieses Ereignis jährt sich im kommenden Jahr zum 175. Mal und wird mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm gefeiert.

Foto: Stadt Frankfurt
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Höhepunkt wird das viertägige Paulskirchenfest sein, dessen Rahmenkonzept nun vorgestellt wurde.

Vom 18. bis 21. Mai 2023 findet das Jubiläumsfest statt. Es verfolgt die Zielsetzung, den Brückenschlag zwischen Lokalem und Globalem zu schaffen und an die große Bedeutung der Paulskirche als Tagungsort der Frankfurter Nationalversammlung und somit als Wiege der deutschen Demokratie zu erinnern, gleichzeitig ihr Gewicht als Baudenkmal herauszustellen und den hohen Wert der Demokratie zu vermitteln. Auch soll die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie und die Kraft der Zivilgesellschaft ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden und schließlich soll ein Podium geschaffen werden für eine engagierte Debatte zum Wesen und Zweck der Demokratie im 21. Jahrhundert.

Der mit der Umsetzung des Paulskirchenfestes beauftragten Tourismus+Congress GmbH steht ein Budget von rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Etwa ein Viertel davon fließt in die Förderung inhaltlicher Beiträge verschiedenster Institutionen wie Arbeitsgemeinschaften, Stiftungen, Kulturinstitutionen, Verbänden und Vereinen. Ebenfalls beteiligen sich am umfangreichen Festprogramm Bildungsstätten, Medienhäuser und privatwirtschaftliche Unternehmen. Auch wird der Bezug hergestellt zu anderen Städten und Stätten deutscher Demokratiegeschichte sowie zu Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Der zentrale Veranstaltungsbereich ist rund um die Paulskirche und schließt die Plätze Römerberg, Paulsplatz, Weckmarkt, Hühnermarkt und Domplatz sowie den Mainkai ein. Die Bethmannstraße und Braubachstraße werden für den Durchgangsverkehr gesperrt. Einrichtungen und Institutionen im Umfeld werden unter anderem aufgrund der räumlichen als auch thematischen Zuordnung als Veranstaltungsorte und Kooperationspartner zum Beispiel für Ausstellungen, Diskussionen, Vorträge und Aktionen einbezogen.

Das Paulskirchenfest wird sich zusammensetzen aus Programmpunkten, die in Abstimmung mit den beteiligten Partnern inhaltlich anspruchsvolle Angebote sowie einen attraktiven festlichen Rahmen anbieten:

  • Offizieller Festakt in der Paulskirche zur Eröffnung am 18. Mai 2023
  • Hauptbühne auf dem Römerberg für Theater und Musik von lokalen und nationalen Künstlern
  • Präsentations-, Informations- und Mitmachangebote am Mainkai
  • Darstellung bekannter Protagonisten der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche
  • Stadtführungen zur Freiheitsbewegung von 1848 und zu den Stätten der 1848er Revolution
  • Nebenbühne am nördlichen Mainufer mit Musik-Programm
  • Abendliche Inszenierung am Main: „Ode an die Demokratie“, 18. Mai 2023, 22 Uhr mit partizipativem Ansatz
  • Ausstellungen in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum
  • Vielfältiges Gastronomieangebot mit Schwerpunkt lokaler und regionaler Küche

„Die Feierlichkeiten sollen insgesamt dazu beitragen, dass die Stadt als wichtiger Ort der deutschen Demokratie in einem besonderen Maße weitere nationale und internationale Aufmerksamkeit auf sich zieht und das positive Image der Stadt weiterentwickelt wird“, erklärte TCF-Geschäftsführer Feda.

Im Vorfeld des Festes vom 12. bis 17. Mai 2023 findet die „Internationale Woche der Demokratie“ statt, welche vom Netzwerk Paulskirche organisiert und umgesetzt wird. In Planung sind etwa die Global Assembly mit Aktivistinnen und Aktivisten aus aller Welt, ein Global House of young Voices (virtuelles Jugendparlament mit den Partnerstädten Frankfurts) sowie künstlerische und spielerische Aktionen (unter anderem Escape-Bubbles zum sinnlichen Erleben von Demokratie). Das Netzwerk hat den Anspruch, mit seinen Projekten und Beiträgen den demokratischen Prozess zu beleben, zur Teilhabe anzuregen und für das Gefühl der demokratischen Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger zu begeistern. Aus dem Budget der Feierlichkeiten wird das Netzwerk für seine Beiträge mit gut einer Million Euro gefördert.