Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 12.08.2020

Werbung
Werbung

Radschnellweg "FrankfurtRheinMain 4" soll in Bad Soden am Taunus starten

von Adolf Albus

(20.07.2020) Die Pläne für eine Radschnellverbindung im Main-Taunus-Kreis werden konkret. Von Bad Soden aus soll der sogenannte Radschnellweg „FrankfurtRheinMain 4“ (FRM4) über Schwalbach und Sulzbach verlaufen und in Eschborn an die Trasse des Radschnellweges „Vordertaunus“, den FRM5, anschließen.

Der FRM 5 führt von Friedrichsdorf in die Frankfurter Innenstadt, eine Machbarkeitsstudie ist in Arbeit und wird bereits diesen Sommer vorliegen. Nach Fertigstellung beider Radschnellwege könnte von Bad Soden direkt nach Frankfurt geradelt werden. Hierfür haben die Verantwortlichen der genannten Kommunen sowie des Main-Taunus-Kreises und des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain den Kooperationsvertrag für eine Machbarkeitsstudie unterschrieben. Damit sind bereits acht der neun Radschnellwege-Projekte, die der Regionalverband FrankfurtRheinMain vergangenen Sommer im Zuge seiner Radwege-Offensive beschlossen hat, gestartet. Bei sieben der Vorhaben übernimmt der Verband mit dem Team rund um den Ersten Beigeordneten und Mobilitätsdezernenten Rouven Kötter (SPD) die Koordination der Planung und des anschließenden Baus.


Über den aktuellen Stand aller FRM-Radschnellwegprojekte gibt es auf der Homepage des Regionalverbands unter dem Stichwort „Radschnellwege“ zahlreiche Informationen (www.region-frankfurt.de/rsw). Wie bei allen FRM-Projekten wird der FRM4 in enger Kooperation – sowohl auf politischer als auch auf fachlicher Ebene - zwischen den beteiligten Kommunen und dem Regionalverband durchgeführt. Mit der angekündigten Machbarkeitsstudie soll eine Planungsgrundlage entstehen, die Aussagen zur Führung und Gestaltung einer möglichen Trasse für den Radschnellweg trifft. Ein wichtiges Anliegen ist es dabei, frühzeitig die Interessen aller wichtigen Akteure zu berücksichtigen. „Neben einer umfangreichen Bürgerbeteiligung sollen auch Fachverbände, Verkehrsorganisationen und andere Akteure frühzeitig in das Projekt eingebunden werden. Damit erzielen wir eine bessere Planungsqualität und am Ende eine größere Akzeptanz für das Vorhaben“, sind sich die Unterzeichner einig. Die Studie soll im Herbst dieses Jahres starten und voraussichtlich im Frühjahr 2022 vorliegen. Es wird davon ausgegangen, dass die Kosten der Machbarkeitsstudie bei etwa 80.000 Euro liegen. Eine Förderung durch das Land Hessen wurde bereits beantragt. In der Regel liegt die Förderquote bei 50 Prozent der Kosten. Der Main-Taunus-Kreis wird sich mit 2.500 Euro beteiligen. Die verbleibenden Kosten werden unter den Kommunen Bad Soden, Schwalbach, Eschborn und Sulzbach aufgeteilt. Der Regionalverband wird das Projektmanagement verantworten. Mobilitätsdezernent Kötter zeigte sich erfreut über das neue Projekt: „Wenn wir mit dem Radschnellweg FRM5 im Vordertaunus nach der Präsentation der Machbarkeitsstudie in die Umsetzung gehen können, ist es natürlich eine tolle Perspektive, mit einem Zubringer von Bad Soden aus kommend weitere Radfahrende auf diese Strecke zu bringen. Wir wollen ein Netz aus gut ausgebauten, attraktiven und sicheren Radwegen, das unsere gesamte Region für den Alltagsradverkehr miteinander verknüpft. Hierfür haben wir mit der Unterzeichnung der Machbarkeitsstudie für den FRM4 einen weiteren, wichtigen Schritt unternommen. Mein Dank gilt den beteiligten Städten und Gemeinden sowie dem Kreis für die gute Zusammenarbeit und deren Engagement.“ 

„Radschnellwege können einen wichtigen Baustein zur Förderung des Fahrradfahrens, insbesondere auf Pendlerstrecken, darstellen. Deren hoher Ausbaustandard ermöglicht ein schnelles und sicheres Vorwärtskommen, auch wenn viele Radfahrende auf der Strecke unterwegs sind. Eine wichtige Voraussetzung, damit zukünftig mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit fahren. Davon wollen wir auch unsere Bürgerinnen und Bürger in Bad Soden profitieren lassen, deshalb unterstützen wir das Projekt unter Federführung des Regionalverbands gerne und aus Überzeugung, zumal die Verbindung nach Eschborn und darüber hinaus nach Frankfurt am Main für uns eine Hauptpendlerstrecke ist", so Bürgermeister Dr. Frank Blasch.