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Letzte Aktualisierung: 03.07.2020

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Rückforderung der Stadt von mehr als einer halben Mio Euro an die AWO

von Ilse Romahn

(25.06.2020) Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Frankfurt muss in einem ersten Schritt voraussichtlich mehr als eine halbe Million Euro im Zusammenhang mit zwei Flüchtlingsheimen an die Stadt Frankfurt zurückzahlen.

Wie das Sozialdezernat von Daniela Birkenfeld (CDU) dem Hessischen Rundfunk (hr) auf Anfrage bestätigte, liegt die bereits im März gestellte Rückforderung bei 600.000 Euro.

Die AWO hatte die beiden Heime bis 2018 betrieben. Im Zuge der AWO Affäre hat die Stadt die berechneten Personalkosten erneut überprüft und kam dahinter, dass mehrere hunderttausend Euro zu viel kassiert wurden. Laut Sozialdezernat bestreitet die neue Interimsgeschäftsführung der AWO allerdings die Höhe der Rückforderung als ungerechtfertigt.

Auch für die 18 Kitas, die der Kreisverband in Frankfurt betreibt, hat die AWO offenbar über Jahre zu viel kassiert. Das Bildungsdezernat von Sylvia Weber (SPD) bestätigte dem hr, dass derzeit ein Rückforderungsverfahren vorbereitet werde. Nach hr-Informationen hat sich die AWO Kosten für ihr Führungspersonal, den sogenannten „Overhead“, zweimal bezahlen lassen. Einmal von dem für Flüchtlinge zuständigen Sozialdezernat und einmal vom für Kitas zuständigen Bildungsdezernat. Heute muss sich Sozialdezernentin Birkenfeld im Sozialausschuss des Frankfurter Stadtparlaments den Fragen der Stadtverordneten zur Finanzierung der AWO stellen.