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Letzte Aktualisierung: 18.06.2021

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Provenienz ostasiatischen Kunsthandwerks im Museum Angewandte Kunst

Online-Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

von Ilse Romahn

(09.06.2021) Am Montag, 14. Juni, stellt Katharina Weiler ihre Forschungsergebnisse zur Herkunft ostasiatischen Kunsthandwerks aus der Sammlung Cords im Museum Angewandte Kunst vor. Der Vortrag findet online um 18 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte unter dem Link https://youtu.be/zQd8D0q3CU4 statt.

Carl Cords (1879–1945) aus Zoppot bei Danzig schenkte 1943 dem Museum für Kunsthandwerk (heute Museum Angewandte Kunst) seine umfassende Ostasiatika-Sammlung. In den vorangegangenen Jahrzehnten hatte der Privatsammler chinesisches Porzellan und Exportporzellan, aber auch Keramiken, Bronzen, Emailarbeiten, Jade-, Nashorn- und Lackobjekte sowie Textilien zusammengetragen. Mit einst über eintausend Objekten handelt es sich heute noch um die größte Schenkung für die Asiatische Sammlung des Museums seit seiner Gründung 1877.

Derzeit steht die Sammlung Cords im Fokus der Provenienzforschung am Museum Angewandte Kunst. Cords stand mit zahlreichen Händlern und Sammlern in Europa und China im Austausch, wie die aktuellen Forschungen aufzeigen können. Gleichzeitig handelt es sich bei einigen Kulturgütern um Erwerbungen aus kolonialem oder NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kontext. Sie stellen die Provenienzforschung vor neue Herausforderungen. Weiler beleuchtet in ihrem Vortrag die Geschichte ausgewählter Stücke der Sammlung.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Kulturgüter, Provenienzen und Restitution: aus Frankfurter Museen, Sammlungen und Haushalten“, welche die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet. Eine Voranmeldung zum Videovortrag ist nicht erforderlich, das Angebot ist kostenlos. Das Video wird anschließend auf dem Youtube-Kanal der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und dem Kanal des Instituts für Stadtgeschichte verfügbar sein.

Weitere Informationen finden sich unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de im Internet. (ffm)