Proud to be a Frankforter: READO bringt das „Wikipedia für Bücher“ nach vorne
Wer Bücher liebt, kennt das Problem: Bestsellerlisten und Klappentexte geben nur einen groben Überblick, aber wie findet man wirklich die Bücher, die zum eigenen Geschmack passen? Genau hier setzt das Frankfurter Start-up READO an. Mit seiner App will das Unternehmen eine Art Wikipedia für Bücher schaffen – und damit die Art, wie wir Literatur entdecken, revolutionieren.
Dank der Förderung des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation im Rahmen des Programms Distr@l konnte READO sein Projekt „Bücher-Wiki“ weiterentwickeln. 160.000 Euro flossen in die Optimierung von Metadaten und die Entwicklung intelligenter Algorithmen. Ziel: Empfehlungen, die nicht nur auf Verkaufszahlen beruhen, sondern auf dem individuellen Lesegeschmack.
KI trifft Schwarmintelligenz
„Mit dem Förderprogramm Distr@l unterstützen wir hessische Unternehmen dabei, digitale innovative Lösungen zu entwickeln. Das Projekt ‚Bücher-Wiki‘ zeigt eindrucksvoll, wie Künstliche Intelligenz und Schwarmintelligenz zusammenwirken können, um den Zugang zu Literatur zu verbessern“, betont Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.
Die App READO analysiert inzwischen über 10 Millionen Buchrezensionen. Dabei werden emotionale und stilistische Merkmale wie „traurig“, „humorvoll“ oder „spannend“ erfasst. So kann die KI Bücher empfehlen, die wirklich zum Leser passen. Ein Algorithmus verknüpft zudem Einzelbände von Reihen, damit diese leichter auffindbar sind.
Community statt Bestsellerlisten
„Das sind Informationen, die es woanders nicht gibt“, erklärt READO-Geschäftsführer Jonathan Mondorf. „Unsere Plattform wächst kontinuierlich, und auf der Frankfurter Buchmesse war das Interesse riesig. Unser Ziel ist es, der erste Community-Buchclub in Deutschland zu werden.“ Aktuell zählt die App rund 200.000 aktive Nutzer pro Monat.
Neben der Community-Funktion gibt es Gespräche mit großen Buchhandelsketten, die die Technologie nutzen wollen, um die Auffindbarkeit von Medien auf ihren Webseiten zu verbessern. Für READO ist das ein wichtiger Schritt, um die Digitalisierung der Buchbranche voranzutreiben.
Hintergrund
Seit Start des Distr@l-Programms wurden bereits 165 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 53 Millionen Euro bewilligt. Hinzu kommen 29 Millionen Euro Kofinanzierung aus der Wirtschaft sowie 4,5 Millionen Euro aus dem EFRE-Programm 21+. Ausführliche Informationen zum Projekt gibt es auf der Plattform LIDIA
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