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Letzte Aktualisierung: 21.05.2024

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Projekte gegen Einsamkeit im Alter

von Adolf Albus

(08.05.2024) Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft schreibt eine Förderung für Projekte zur Linderung von Einsamkeit im Alter aus. Der Bewerbungszeitraum endet am 25. Juni 2024, Kooperationen sind explizit erwünscht. Die Förderung ausgewählter Projekte (ggf. anteilig) erfolgt mit Beträgen in Höhe zwischen 10.000 bis maximal 25.000 Euro.

 Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft möchte mit einem neuen Förderengagement im Bereich Soziales, Karitatives, Humanitäres Projekte unterstützen oder etablieren, die sich gegen Einsamkeit im Alter einsetzen.

In Frankfurt am Main leben nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamts 49 Prozent der Menschen allein. Mit zunehmendem Alter steigt aus vielfältigen Gründen die Zahl der Einpersonenhaushalte. Vor allem bei älteren Menschen ist Einsamkeit ein drängendes und weit verbreitetes Problem, das auf Betroffene sowohl sozial als auch gesundheitlich negative Auswirkungen hat, die in nicht wenigen Fällen – gerade in Zeiten zunehmender Teuerungen – durch Altersarmut noch verstärkt werden.

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft möchte daher zur Linderung von Einsamkeit im Alter in Frankfurt am Main beitragen. Dazu sucht die gemeinnützige Stiftung bis zum 25. Juni 2024 Kooperationspartner, die beispielsweise in Form eines Pilotprojekts neue Ansätze zur Unterstützung einsamer, lebensälterer Menschen in der Stadt Frankfurt erproben wollen. "Teilhabe, Teilgabe und der gesellschaftliche Zusammenhalt sind Kernelemente unserer aktuellen Stiftungsstrategie. Gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingt aber nur dann, wenn wirklich alle Gesellschaftsgruppen erreicht und mitgenommen werden. Die Linderung von Einsamkeit im Alter stellt eine wichtige gesellschaftliche Herausforderung dar, der wir uns kraftvoll entgegenstellen wollen. Denn mit den zahlreichen Akteuren in unserer Stadt und einer möglichen Vernetzung dieser kann Großes geschaffen und so das Miteinander gestärkt werden", sagt Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

In Frankfurt gibt es bereits zahlreiche niedrigschwellige Angebote für die Zielgruppe. Vielen älteren Menschen sind diese Angebote jedoch nicht bekannt oder es fällt ihnen schwer, sie eigenständig aufzusuchen. Berücksichtigt werden daher auch innovative Vorschläge von Einrichtungen, die ihre Ressourcen trägerübergreifend bündeln und gemeinsame Projekte entwickeln möchten, die sie in die Kooperation mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft einbringen, um einen Brückenschlag zur Erschließung der bestehenden Anlaufstellen und Angebote zu ermöglichen.

Gegebenenfalls können eingereichte Projektideen zudem in Absprache mit den Trägern gemeinsam weiterentwickelt werden. Bewährte Ansätze können dabei einbezogen oder fortgeführt werden. So können bereits bestehende Angebote weiterentwickelt, im Sozialraum Frankfurt ausgeweitet oder um neue, möglichst innovative Module ergänzt werden. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft wird ausgewählte Projekte (ggf. anteilig) finanziell fördern. Pro Projekt werden zwischen 10.000 bis maximal 25.000 Euro zur Verfügung gestellt.

"Mit dieser Ausschreibung möchte die Stiftung Polytechnische Gesellschaft einen Beitrag dazu leisten, älteren Bürgerinnen und Bürgern in Frankfurt Wege aus der Einsamkeit zu eröffnen. Dazu suchen wir die Kooperation mit anderen Akteuren in diesem Feld, um die vielen bereits bestehenden Angebote für ältere Menschen besser zu erschließen und zugänglich zu machen", erläutert Dr. Katharina Uhsadel, Bereichsleiterin Soziales bei der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Die angestrebte Zusammenarbeit zielt nicht ausschließlich auf eine finanzielle Förderung bereits bestehender Projekte ab. Vielmehr möchte die Stiftung innovative Vorhaben ermöglichen, die ohne ihre Unterstützung nicht zustande kämen und eine bestehende Lücke füllen. Darüber hinaus wird - wo es sinnvoll ist - für die Zusammenarbeit das Stipendiaten- und Alumni-Netzwerk der Stiftung für generationenübergreifenden Austausch zu Themen wie digitale Teilhabe im Alter und zu kulturellen Angeboten aktiviert werden. "Wir möchten älteren Menschen, die sich ins Private zurückgezogen haben, wieder Brücken in die Gesellschaft bauen und so ihre soziale und kulturelle Teilhabe stärken", fasst der Vorstandsvorsitzende Dievernich die Bemühungen der Stiftung zusammen.

Der Bewerbungszeitraum für das Pilotprojekt endet am 25. Juni 2024.