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Primus-Linie übernimmt Objekt-Patenschaft zugunsten des Deutschen Romantik-Museums

Die Frankfurter Schifffahrtsgesellschaft Primus-Linie übernimmt die Objekt-Patenschaft zugunsten des Deutschen Romantik-Museums Goethes vor genau 200 Jahren entstandenes handschriftliches Titelblatt zu ‚Ondine‘ von Friedrich de la Motte Fouqué.
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Johann Wofgang von Goeth (1749-1832) Handschriftliches Titelblatt zu \"Odine.Conte admirable\" von Friedrich de la Motte Fouqué 3. September 1818, Karlsbad 1 Blatt, eigenhändig
Foto: Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum

Anlässlich Goethes 269. Geburtstags übernimmt die Frankfurter Schifffahrtsgesellschaft Primus Linie eine Patenschaft zugunsten des Deutschen Romantik-Museums. Bei dem Patenschaftsobjekt handelt es sich um ein von Johann Wolfgang von Goethe vor genau zweihundert Jahren eigenhändig gestaltetes Titelblatt zu dem erfolgreichsten Roman des romantischen Schriftstellers Friedrich de la Motte-Fouqué.

Am 30. August 1818 traf Goethe während seines Kuraufenthaltes in Karlsbad die polnische Gräfin Eleonora Jaraczewska, die ihm die gerade erst erschienene französische Übersetzung der ‚Undine’ von Friedrich de la Motte Fouqué lieh. Bereits am nächsten Tag hatte Goethe das Buch über die berühmte Erzählung von der Wasserfrau vollständig gelesen. Er erhielt es von der Gräfin in sehr zerlesenem Zustand, so dass er es nach seiner Lektüre vom Buchbinder restaurieren und eigens ein neues, handgeschriebenes Titelblatt einbinden ließ, das er mit den Worten versah: „Ondine – Conte admirable – Exemplaire restauré par un Lecteur reconnoissant" (Undine – bewundernswürdige Erzählung – von einem dankbaren Leser restauriertes Exemplar"). Am 5. September erhielt die Gräfin das Buch zurück und bedankte sich in einem Brief bei Goethe für die „schöngeschmückte Undine".

„Als Frankfurter Traditionsunternehmen sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verpflichtung bewusst und unterstützen gern herausragende Vorhaben in der Stadt.", so Dr. Marie Nauheimer, Geschäftsführerin der Primus Linie. „Diese besondere Möglichkeit des Engagements hat uns in dem Entschluss bestärkt, den Bau des Deutschen Romantik-Museums zu fördern, so dass wir als Schifffahrtsgesellschaft mit Freude die Patenschaft für die romantische Wasserfrau übernommen haben."

Frau Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, dazu: „Das bürgerschaftliche Engagement ist ein wichtiger Pfeiler bei der Realisierung des Deutschen Romantik-Museums. Wir danken der Primus Line für ihre Unterstützung und freuen uns sehr, dass sich Familie Nauheimer unserem Vorhaben verbunden fühlt und diese Objekt-Patenschaft zugunsten des Deutschen Romantik-Museums übernimmt. Wir wünschen uns, weitere Freunde der Romantik auf diese sehr persönliche Weise als Unterstützer gewinnen zu können."

Es besteht die Möglichkeit zur exklusiven Übernahme von Patenschaften für ausgewählte Objekte der Romantik-Sammlung des Freien Deutschen Hochstifts. Interessenten werden individuell und im persönlichen Kontakt umfassend beraten. Im fertig gestellten Museum werden die Paten, falls gewünscht, angemessen genannt. Die Spenden kommen dem entstehenden Deutschen Romantik-Museum am Großen Hirschgraben zugute.

Gesucht werden Paten u.a. für Manuskripte von Clemens Brentano und Achim von Arnim (‚Verschiedene Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft‘), Ludwig Tieck (‚Des Lebens Überfluss‘) und ein Schreiben von Novalis an Friedrich Schlegel mit dem Titelblattentwurf zu ‚Heinrich von Afterdingen‘. Darüber hinaus kann eine Patenschaft für die einzigartige Skizze ‚Felsblöcke am Hang‘ von Caspar David Friedrich übernommen werden. Diese Exponate zählen zu den Schlüsselwerken der Romantik und den kostbarsten Schätzen der Sammlungen im Hochstift.

Spendenkonto Freies Deutsches Hochstift: Deutsche Bank, IBAN DE34 5007 0010 0092 7368 05, BIC DEUTDEFFXXX, Verwendungszweck: Deutsches Romantik-Museum