Pressefreiheit Pfeiler der Demokratie
Wissenschaftler und Journalisten analysierten den Einfluss der USA
"Überall, wo seine Macht infrage gestellt wird, versucht Donald Trump zu intervenieren. Was in der Trump-Administration schon länger läuft und erfolgreich ist, ist die Delegitimierung von Medien. Kritische Journalisten bezeichnet er als Feinde der Nation", sagte Politikwissenschaftler Professor Christian Lammert: „Da müssen Medien Strategien entwickeln, wie sie sich neu aufstellen.“
Neben Lammert waren Andreas Horchler, ehemaliger Korrespondent des ARD-Studios Washington, Professorin Greta Olson, Direktorin des Centers for Diversity, Media and Law an der Justus-Liebig-Universität, sowie Mika Beuster, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes, Teilnehmer der sehr gut ausgewählten und kompetenten Diskussionsrunde. Anlass für die Veranstaltung des DJV Hessen war wie jedes Jahr „der internationale Tag der Pressefreiheit“. Wie Vorsitzender Knud Zilian vom Landesverband Hessen des Deutschen Journalisten-Verbandes bei der Begrüßung der reund 40 Gäste erklärte: „Der 3. Mai ist quasi unser Nationalfeiertag“. An diesem Tag wurde auch bereits zum achten Mal die „Feder für die Pressefreiheit“ vom DJV Hessen vergeben. Sie wurde Rukhshona Khakimova gewidmet, eine in Tadschikistan inhaftierte Journalistin. Pate des Projektes ist ARD-Moderator Ingo Zamperoni.
Susanne Köhler war auch als Zuhörerin zur gestrigen Diskussion gekommen und hatte ein Portrait der wegen Hochverrats verurteilten Journalistin mitgebracht. Die Frankfurterin ist Gründerin des Vereins „Wahrheitskämpfer“, eine inzwischen internationale Vereinigung von Künstlern, die Portraits von verfolgten oder ermordeten Journalistinnen und Journalisten zeichnet. Pressefreiheit gilt als wichtiger Pfeiler der Demokratie, die allerdings auch durch immer weniger Zeitungsredaktionen unter Druck gerät. DJV-Vorsitzender Mika Beuster: „Stärken Sie Journalismus, sollange es noch möglich ist. In der Fläche und mit Qualität.“