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Premiere / Frankfurter Erstaufführung IOLANTA an der Oper Frankfurt

Lyrische Oper in einem Akt von Peter I. Tschaikowski

Mit diesem Opern-Doppel – bestehend aus Iolanta von Peter I. Tschaikowski (1840-1893) und Oedipus Rex von Igor Strawinsky (1882-1972) – setzt die Oper Frankfurt ihre Tradition fort, Kurzopern aus verschiedenen Stilepochen miteinander zu kombinieren.
Sebastian Weigle
Sebastian Weigle
Foto: Barbara Aumüller
Lydia Steier
Lydia Steier
Foto: Sandra Then

Tschaikowskis 1892 in St. Petersburg uraufgeführte Iolanta steht noch völlig in romantischer Tradition und lässt Anklänge an Wagners Tristan und Isolde hören. Strawinskys Oedipus Rex gelangte 1927 in Paris zur konzertanten Uraufführung und verarbeitet musikalische Einflüsse aus dem Mittelalter, der russisch-orthodoxen Kirchen- und Volksmusik sowie der Klassik und dem Jazz.

In beiden Stücken geht es um Blindheit – einmal im realen und einmal im übertragenen Sinne: Die Königstochter Iolanta kann nicht sehen und wird auf strenges Geheiß ihres Vaters von ihrer Umgebung in Unkenntnis über ihre Behinderung gehalten. Als der in sie verliebte Graf Vaudémont das Mädchen mit den Tatsachen konfrontiert, wird er vom König angeblich zum Tode verurteilt. Durch die Liebe findet Iolanta die Kraft, sich einer Therapie zu unterziehen, die ihr schließlich das Augenlicht wiedergibt. König Ödipus hingegen verschließt seine Augen vor der Tatsache, dass er unwissentlich zum Mörder des eigenen Vaters und zum Ehemann seiner Mutter Jokaste wurde. Als die Wahrheit ans Licht kommt, begeht seine Mutter Selbstmord, und er selbst sticht sich die Augen aus.

Die musikalische Leitung liegt bei GMD Sebastian Weigle, der damit seine erste Neuproduktion der Saison 2018/19 an seinem Stammhaus vorlegt. Lydia Steier wird als eine der führenden Opernregisseurinnen ihrer Generation gehandelt. Neben ihrem Debüt an der Oper Frankfurt gehört u.a. Mozarts Die Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen 2018 zu ihren jüngsten Arbeiten. Asmik Grigorian (Iolanta) gibt gleichfalls ihr Hausdebüt. Kürzlich gastierte die Sopranistin mit überwältigendem Erfolg als Strauss’ Salome bei den Salzburger Festspielen. Robert Pomakov (König René) sang hier kürzlich Oroveso in Bellinis Norma. Die Tenöre AJ Glueckert (Graf Vaudémont) und Peter Marsh (Ödipus) gehören seit 2016/17 bzw. 1998/99 zum Ensemble der Oper Frankfurt, wo der zuletzt Genannte neulich u.a. als Šapkin in Aus einem Totenhaus zu erleben war. Neben ihren internationalen Gastengagements gab Tanja Ariane Baumgartner (Jokaste) jüngst an ihrem Frankfurter Stammhaus einen stark akklamierten Liederabend. Alle übrigen Partien sind mit weiteren Ensemblemitgliedern und Gästen besetzt.

Premiere: Sonntag, 28. Oktober 2018, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 1., 3., 8., 11. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 16., 18. (18.00 Uhr), 23., 25. November, 1. Dezember 2018.
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr

Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf (069)21249494 erhältlich.