Präventionsarbeit in Hofheim gegen falsche Enkel und falsche Polizisten
Foto: Stadt Hofheim
Nach Angaben des Ersten Stadtrates Wolfgang Exner, der den Vorsitz des Präventionsrates bis zum Jahresende innehat, ging es dabei vor allem darum, die Menschen zu sensibilisieren für Betrügereien wie den Enkeltrick und Schockanrufe. „Ob falsche Polizisten, falsche Bankangestellte oder falsche Enkel: Gerade die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger werden häufig mit Betrugsmaschen konfrontiert. Besonders perfide ist es, dass dabei die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft der älteren Menschen ausgenutzt wird.“
Deshalb waren die Sicherheitsberaterinnen und -berater bei zahlreichen Veranstaltungen präsent, um in lockerer Atmosphäre über das Thema zu informieren. So gab es acht Informationsveranstaltungen, zum Beispiel beim Seniorenkaffee in der Johannesgemeinde, beim Ortsverband des VdK, in der Seniorenresidenz Wiesenmühle und bei der Hofheimer Wohnungsbau GmbH. Mit sieben Infoständen waren die Beraterinnen und Berater unter anderem vertreten beim Fahrradbasar der Frauen-Union, beim Sommerfest der SeniorenNachbarschaftsHilfe und auf dem Gallusmarkt. Auf dem Wochenmarkt war auch der „Schutzmann vor Ort“ dabei.
Derzeit gibt es in Hofheim 15 aktive Sicherheitsberaterinnen und -berater. Koordiniert wird deren Arbeit von Ingrid Kairat. „Wenn jemand sich über Sicherheit im häuslichen Umfeld beraten lassen möchte, kommen wir auch zu den Menschen nach Hause“, so Kairat. „Das geschieht aber nur auf Wunsch – keinesfalls stehen wir unangekündigt irgendwo vor der Tür.“ Insgesamt gab es im Jahr 2023 rund 500 Informationsgespräche. „Die meisten Leute wissen im Grunde Bescheid. Doch man muss im Fall des Falles auch richtig reagieren, wenn man am Telefon oder an der Tür überrumpelt werden soll. Dabei helfen wir.“ Erste Termine für 2024 sind bereits vereinbart.
Die Beraterinnen und Berater werden in einem neuen Flyer des Präventionsrates vorgestellt, den es bei den Beraterinnen und Beratern selbst, unter www.hofheim.de oder im Bürgerbüro gibt. „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Sicherheitsberaterinnen und -berater wäre die Arbeit des Präventionsrates nicht denkbar“, so Exner. „Dafür gebührt ihnen mein herzlicher Dank.“
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