Positive Zwischenbilanz der Burgfestspiele Bad Vilbel
Foto: Burgfestspiele Bad Vilbel / Eugen Sommer
Es gibt also noch Karten, lautet die zweite Botschaft der Zwischenbilanz, für alle Inszenierungen und Gastspiele!
Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Stöhr erläutert der Intendant die Bilanz der bisherigen Besucherschar in der Burg. Es könnte sein, dass das Musical Saturday Night Fever den bisherigen Spitzenreiter EViTA ablöst in der Gunst der Zuschauer. Auch die Überlegung, Maria, ihm schmeckt’s nicht, wiederaufzunehmen, ging absolut auf.
Mit beidem, so Kunzmann schmunzelnd, habe er im Spielplan wohl einen Nerv der Zeit getroffen. Aber das allein genügt nicht: Die jeweiligen Inszenierungen werden von herausragenden Ensembles getragen, die Choreographien, Bühnen- wie Kostümbild sind stimmig und bringen den Charme mit, den das Theater braucht.
Dass mit nahezu jeweils ca. 10 000 verkauften Karten auch das Schauspiel seinen Teil zum positiven Ergebnis beiträgt, ist ebenfalls erfreulich. Ein Klassiker wie Pension Schöller zeigt in der Regie von Adelheid Müther, wie witzig und pointensicher man auch vor 140 Jahren Komödien schreiben konnte.
Dabei haben die Burgfestspiele in diesem Jahr mit so vielen Ausfällen krankheitshalber zu kämpfen gehabt wie noch nie. Dass dennoch keine Vorstellung ausgefallen ist, kann man dem guten Theatergeist zugute halten oder, wie es bei Shakespeare in Love immer wieder heißt, wenn die Vorstellung trotz aller Widrigkeiten doch stattfinden kann: „Es ist ein Mysterium.”
Das Theater für Kinder, das vor allem von Schulen, Kita-Gruppen und von der ganzen Familie besucht wird, bewegt sich ebenfalls im absolut positiven Bereich, hier sind gut 34 000 Tickets über den Tresen gegangen.
Dem Theaterkeller, der Unterwelt der Burg mit 87 Plätzen, bekommt die leichte Umstrukturierung sehr gut: Ca. 4500 Zuschauer kaufen Karten für Vorstellungen, die zu den unterschiedlichsten Zeiten anfangen – 10 Uhr morgens, 21-Uhr- und 15-Uhr-Vorstellungen am Sonntag sowie spätabends um 23 Uhr.
Bürgermeister Thomas Stöhr hob hervor, dass dies alles nur mit einem sehr, sehr gut arbeitendem Team, vor und hinter den Kulissen, möglich sei und dankte Herrn Kunzmann nachdrücklich.
Burgfestspiele Bad Vilbel | Fakten und Besonderes | Ein mittleres Stadttheater
Die Burgfestspiele Bad Vilbel bestreiten die längste Spielzeit aller deutschen Theaterfestspiele im Sommer. An exakt 128 Tagen von Anfang Mai bis Anfang September finden hier rund 230 Vorstellungen statt; zusätzlich gastieren die Burgfestspiele in anderen Festspielorten (Neuwied, Eppstein, Dreieich).
Die beiden Spielstätten (Burghofbühne und Theaterkeller) in der Burg bieten 731 und 87 Plätze. Mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr (2018: über 103.000) sind die Burgfestspiele das besucherstärkste Festspieltheater Hessens. Insgesamt 10 eigene Inszenierungen – und damit mehr als in jedem anderen deutschen Festspielort – stehen in diesem Jahr auf dem Spielplan: Schauspiel, Musical, Oper – komische, romantische und ernste Themen für alle Alterstufen ab 5 stehen auf dem Spielplan.
Wetter: Es wird bei fast jedem Wetter gespielt! Die Überdachung der Tribüne beträgt ca. 80 Prozent, die Bühne selbst ist ebenfalls teilüberdacht.
Auch wenn die Burg selbst keinesfalls zu 100 Prozent barrierefrei werden kann, so werden im alten Gemäuer dennoch die modernen Mittel zu Hilfe genommen, z. B. ein Audiosystem zur Hörunterstützung, das die Burgfestspiele für Schwerhörige anbietet: Wer die kostenlose App MobileConnect von Sennheiser Streaming Technologies auf sein Smartphone herunterlädt, kann dieses mit dem WLAN der Burgfestspiele verbinden und so das Smartphone mit Kopfhörern als Hörgerät nutzen.
Burgfestspiele Bad Vilbel | Friedberger Straße 6 | 61118 Bad Vilbel www.kultur-bad-vilbel.de
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